Gabi und Sascha
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Geschichte der Bilder
Nach Jahren des ignorierens habe ich mir dieses Jahr mal wieder ein paar Installationen beim Festival of Lights angeschaut. Wie schon beim letzten Mal, wird es vermutlich auch diesmal wieder ein paar Jahre dauern, bis ich mir das noch einmal gebe. Diesmal war es immerhin keine übertriebene Puffbeleuchtung. Dafür sehr viel Bewegung in den Installationen. Nicht schlecht, aber zum fotografieren nicht mein Fall. Trotzdem habe ich ein paar Lichtbilder gemacht. Die unscharfen Bilder sind stellen die Beleuchtung der Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain dar. Sie verwerden nicht weiter beschrieben.

[FRAU KÜßT EINEN PEGASUS ALS SCHATTENRISS IM MONDSCHEIN AUF DEM DACH DES ALTEN MUSEUMS IN BERLIN-MITTE] Die Skulptur der Frau mit dem Pegasus steht auf dem Dach des Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel. Ich wollte gerade ein Bild des Säulenganges zwischen Alter Nationalgalerie und Neuem Museum machen, als ich das Motiv sah. Bei Blende ƒ/8 wurde 6 Sekunden belichtet. Es war starker Wind, weswegen die Wolken verschwommen sind. Wie fast immer habe ich eine EV Belichtungsreihe aus drei Bildern aufgenommen. [ORIGINALBILD DES FRAU MIT PEGASUSSKULPTUR] Ich habe davon aber nur das normal belichtete Bild verwendet. Es wurde in LR dann gedreht und zugeschnitten. Dann bekam es eine kleine Vignette, etwas mehr Kontrast und wurde etwas aufgehellt. Nach eine Rauschglättung wurde dann der Filter "Kreativ - Teiltonung 1" angewendet. In Schwarzweiss wirkt das Bild nicht so gut. Im Anschluss habe ich etwas gemacht, was ich sonst nicht bei Bildern mache: ich habe einen Stern, der auf dem Originalbild zu sehen ist, weggestempelt. Er ist auf der Vergrösserung des Originalbildes deutlich zu erkennen.


FASSADE EINES BACKSTEINFABRIKGEBÄUDES IN BERLIN KREUZBERG. NACHTS, DIE RÄUME IM DEN FABRIKETAGEN SIND BLAU ERLEUCHTET. IM HINTERGRUND LEUCHTET DIE STADT. DAS BILD IST IN SEPIA GEHALTEN.] Das Bild zeigt das Exil in Kreuzberg, ein Möbelgeschäft. Nach den Bildern der Oberbaumbrücke bin ich die Köpenicker Straße entlang gefahren, weil ich zum Potsdamer Platz wollte. Das Exil ist nicht Bestandteil des Festivals. Es sieht immer so aus.

Die Aufnahme wurde etwas zugeschnitten und das Rauschen geglättet. Das Blau des Originalbildes finde ich zu aufdringlich. Deswegen habe ich einen Filter gesucht, der das Blau weniger aufdringlich macht. Beim Sepia-Filter bin ich dann fündig geworden.


EIN PAAR KÜßT SICH IN EINER ROT ERLEUTETEN BAR, DEREN FRONT VOLLKOMMEN AUS GLASS IST. VON AUSSEN AUFGENOMMEN Ein Available Light Versuch. Leider nicht 100%ig so geworden wie ich wollte. Das Bild ist etwas unscharf. Ich hatte Probleme richtig zu fokusieren. Das Bild selbst ist in Karl-Marx-Allee unweit des Cafe Moskau aufgenommen worden. Eines sechstel Sekund bei ISO 400. Ich hatte Glück, dass das Paar sich gerade geküsst hat. Der Kuss dauerte nur Sekunden, ein Schnappschuss. Bei den Farben habe ich diesmal nichts geändert. Das Bild wurde lediglich etwas freigestellt, so dass der Kuss im Schnittpunkt der linken unteren Drittellinie liegt.


Wo war was?

Diese Kachel mit einem Space Invaders Motiv befindet sich zwischen dem Kölner Dom und der Eisenbahnbrücke über den Rhein. Sie ist an einem Oberleitungsmast in Höhe des Spielsaals der Philharmonie befestigt.

[KACHEL MIT SCHIESSENDEM RAUMSCHIFF AUS DEM COMPUTERSPIEL "SPACE INVADERS" AN EINER HOCHSPANNUNGSSTEHLE]

Mehr Space Invaders

Kurz angetestet

[KOPF EINES WEISSKOPFGEIERS] Ich habe mir in den letzten Tagen einmal die Fotosharing Site Yogile angeschaut. Die Kurzzusammenfassung: für mich ist Yogile in Hinsicht auf das Sharingkonzept spannend. Ich werde es weiter beobachten. Um alle Bilder dort ab zu legen ist es noch zu wenig ausgereift und teurer als Picasa,

Sich bei Yogil anmelden ist einfach. EMail-Adresse und Passwort eingeben. Das war es auch schon. Kurz und schmerzlos wie das ganze Yogile Konzept. Ein Albumpasswort brauchte ich erst einmal nicht. Erstaunlich: das unsichtbare Passwort muss nicht zweimal angegeben werden. Ist ein Typo drin, weil sich vertippt wurde, gibt es ja sie EMail als Login. Finde ich ganz geschickt gelöst. Nach der Anmeldung gibt es auch keinen Zwang zur Bestätigung der Anmeldung via EMail (Closed-Loop Opt-in). Nach dem Klicken des «Sign up for free» Buttons geht es auch schon los. Yogile bietet dem angemeldeten Benutzer im Monat 100 MB Upload für Bilder. Upload meint: wenn ein einmal hochgeladenes Bild gelöscht wird, dann wird die Datenmenge des Bildes nicht von der bisher hochgeladenen Menge wieder abgezogen. Jeweils zu Beginn eines Monats wird der Zähler zurück auf Null gesetzt. Bei meinen Bildern reicht die Uploadmenge für 10 bis 15 Fotos im Monat. Nicht gerade üppig. Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe. Ausserdem kann für 24.95 $/Jahr unlimitierter Upload/Speicherplatz gekauft werden. Anders als bei Picasa garantiert Yogile allerdings nicht ausdrücklich, dass die Bilder auf dem bezahlten Speicherplatz weiter existieren wenn die Zahlungen irgendwann einmal ausbleiben.

Das Userinterface ist sehr einfach und übersichtlich gehalten. Fotos können in ein existierendes oder in ein neues Album hochgeladen werden. Hochladen geschieht über ein Flash-Programm. Für mich ein Minuspunkt, da ich einen Flashblocker installiert habe. Wenn Flash erlaubt ist, geschieht der Upload unkompliziert. Ein dicker Minuspunkt: aktuell wertet Yogile zwar das Entstehungsdatum des Bildes aus den Exif Daten aus, nicht aber Titel und Bildunterschrift. Diese müssen mühsam Bild für Bild neu eingeben werden. Auch ist die Usability für diese Änderungen ist noch nicht ganz ausgereift.

Der HTTP URL-Pfad kann angepasst werden. Aus einem kryptischen Namen habe ich herbst gemacht. Der Name ist auch gleichzeitig für die EMail-Adresse herbst@yogile.com verwendbar. An diese Adresse geschickte Bilder werden automatisch in das Album einsortiert. Dabei verarbeitet Yogile auch 16 MB grosse Bilder oder knapp 40 MB grosse EMails. Auch nicht angemeldete EMail-Absender können Bilder an das Album schicken. Um das Album gegen Spam zu schützen kann das Album mit einem Passwort versehen werden. Es ist dann ein sogenanntes private Album. Auch lässt sich zu den Alben eines Benutzers auch von Dritten nichts mehr hinzufügen, wenn der Besitzer des Albums sein monatliches Quota überschritten hat. Es ist auch möglich jedes Bild, welches von Dritten in das Album gestellt wurde, vor der Freigabe einem Review zu unterziehen. Dieses Sharing-Konzept ist die zentrale Komponente von Yogile. Ein spannendes Experiment. Ich habe dann auch mal gleich ein Album Berlin angelegt. Das Album ist frei. Mal sehen was in den nächsten Monaten passiert. Schon aus diesem Grund werde ich Yogile weiter beobachten.

Zwei potentielle Probleme sehe ich:

  1. Da der Upload in ein Album limitiert ist, kann zu Beginn eines Monates von Dritten ein Album und der Zugang für den Besitzer sofort zugemacht werden. Der eigentliche Besitzer wird so schon fast gezwungen den unbegrenzten Zugang zu kaufen.
  2. Werden Bilder in ein nicht eigenes Album hochgeladen, z.B. via EMail, dann muss sich der Hochladende den Albumnamen merken. Sonst findet er seine Bilder nicht mehr wieder. Wird der Albumname geändert, dann hat der Hochladende keine Chance mehr seine Bilder wieder zu finden. Der Albumname kann jederzeit geändert werden. Vielleicht hat Yogile für das Problem eine Lösung und ich habe sie bloss nicht gefunden.


Hinweis: Um die unterschiedlichen Kombinationen für den Upload zu testen, habe ich einen zweiten Account unter einer alternativen EMail Adresse angelegt. Dabei sind die Alben Wald/Forrest und Rügen entstanden. Für einen Massenupload habe ich bei einem Webmailer einen Dummyaccount angelegt. Dabei habe ich den mir zufällig eingefallenen Namen «Rita Maier» verwendet.

Update: Yogile ab April 2012 nur noch gegen Kohle. Die Links werden deswegen demnächst wohl ins Nirvana zeigen.

Okay, ich plane mal wieder eine Reise nach Weißrussland. Zu unseren Auftragnehmern in Minsk. Mal wieder das zweiseitige Visumformular ausfüllen. Zur Deutschlandseite der weißrussischen Botschaften. Wie am Flughafen, alles kyrillisch. Und selbstverständlich bietet Google Chrome keine Übersetzung an. Weil die Atlant Telecom Web Laboratory keine Sprachangaben im Header mit schicken. Keine Sprachenauswahl, nix. Anfänger. Tolle Wurst.

Immerhin: eine Websuche führt dann doch zu einer Seite mit Visaantrag. Den Visaantrag runter geladen, ausgefüllt und ab aufs Fahrrad. Denn laut dieser verlinkten Seite, immerhin die Homepage der weißrussischen Botschaft in Berlin, ist heute, Mittwoch, von 9-13 Uhr Sprechstunde. Auf der Fahrt zur Botschaft über Autos geärgert, die auf dem Fahrradweg parken; in ein Motorrad gefahren, rechtsabbiegender Ignorant; und die Visastelle war… geschlossen.

Vollkommen andere Öffnungszeiten und Telefonnummern finden sich dann übrigens hier. Und die stimmen wohl.

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Geschichten und Hintergründe zu den Bildern
Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände in Berlin Pankow (Prenzlauer Berg) entsteht ein neues Stadtquartier. Neben neu gebauten Reihenhäusern (Neudeutsch: Townhouses) existieren immer noch einige Ruinen; notdürftig gesichert. Diese Bilder sind in der Ruine der Darmschleimerei (mit Restauration) in zwei Sessions entstanden. Wir waren nicht die ersten Besucher dort. Der Innenhof scheint regelmässig von Graffiti-Sprayern besucht zu werden, die dort üben. Das restliche Gebäude ist durch mutwillige Zestörung stark beschädigt. In schwarzweiss bekommt die Zerstörung in meinen Augen eine makaber-schöne Ästehtik, auch wenn Gabi und Karsten nicht alle Bilder in schwarzweiss dargestellt hätten. Ich gehe in der Geschichte hinter den Bildern speziell darauf ein.

Alle Bilder sind im Picasa Album zu sehen.

[ÜBERDACHTER INNENHOF IN STRENGER GEOMETRIE AUFGENOMMEN. MITTIG VON OBEN NACH UNTEN CA. ¾ DES BILDES DURCHLAUFEND: DER GIEBEL. DAS DACH IST AUS GLAS UND MERKWÜRDIGERWEISE KAUM ZERSTÖRT] Der Innenhof der Darmschleimerei aufgenommen vom Durchgang eines kleinen nördlichen Innenhofes mit Blick Richtung Süden. An der Wand auf der gegenüberliegenden Seite sticht ein einfaches Graffiti leuchtend hervor. Es soll wohl ein höheres Wesen darstellen und besteht nur aus einem weissen Strahlenkranz um ein paar schwarze Konturstriche. Die innere Farbe ist die Farbe der Mauer. Das Bild beherrscht visuell den ganzen Innenhof. Mehr Details sind auf dieser Aufnahme aus der östlichen Galerie zu erkennen.

Die Aufnahme selbst ist eine HDR Komposition aus einer Belichtungsreihe. Ich habe das HDR dem Original vorgezogen, weil das Original zu flach war. Die Aufnahmen der Darmschleimerei sollen auch weniger dokumentarischen Charakter haben. Sie sollen gut aussehen und Stimmungen darstellen.


[FRONT EINER ALTEN FABRIKHALLE MIT HERAUSGESCHLAGENEN SCHEIBEN] Dieses schwarzweisse Bild ist ebenfalls als HDR entwickelt worden. In einem späteren Eintrag schreibe ich einmal, warum ich das Original nicht gelungen finde. Nur soviel: es hängt mit meiner Rot-Grün-Blindheit zusammen. Karsten findet das Original und die farbige HDR Variante besser. Technisch wurde nur ein wenig freigestellt, geschärft, die Gradationskurve flacher gemacht und in schwarzweiss umgewandelt.

Dargestellt wird der nördliche Innenhof an der Restauration. Wer sich die Mühe macht und das Bild vergrössert anschaut, wird das zerstörte Klo im mittleren oberen Fenster wieder finden. Am unteren Ende des Drainagerohres entstand eines der Moosbilder.


[UMGEKIPPTE BADEWANND VORNE MIT BLICK AUF EIN ZERSTÖRTES KLO DURCH EIN FENSTER. ] Auf der gegenüberliegenden Seite zum vorherigen Bild ist diese Aufnahme entstanden. Da ich keinen Blitz habe und es an diesem Ort auch am Tag sehr dunkel ist, musste ich bei 42mm (entsprechend 84mm Kleinbild) und Blende ƒ 8 mehrere Sekunden mit Stativ belichten. Damit wegen des Gegenlichtes aus dem Hof Details zu erkennen sind, ist auch dieses Bild als HDR entwickelt worden. Zur Entwicklung kann kaum etwas gesagt werden. So wie es aus der Kamera kam wurde es in Photomatik zusammen gesetzt. Es fand keine übertriebene Bearbeitung statt (Preset Friedhof 2). Danach wurde nur noch in schwarzweiss umgewandelt.

An dem Bild mag ich besonders die Spiegelung auf den Kacheln an der linken Seite. Der schräge Balken, oben rechts, ist eine Leiter, die zu einem Oberlicht führt. In der Badewanne liegen und den Sternenhimmel betrachten. Ist bestimmt romantisch… an einem anderen Ort.


[OFFENE MIT GRAFFITE BEMALTE SICHERHEITSTÜR. UNTEN IN DER MITTE STEHT NOCH EINE SPRÜHDOSE] Zu diesem Bild gibt es nicht viel zu schreiben. So wie es beim ersten Mal, die wir in der Darmschleimerei waren, entstanden ist, so ist es auch hier abgebildet. Lediglich eine automatische Tonwertkorrektur und eine Kräftigung wurden durchgeführt. Grund: das Bild wurde im Raw-Format aufgenommen (Hintergrund). Kleine Freistellung. Die Mauer ist etwas orangener als in der Realität, weil die Farbtemperatur nicht korrigiert wurde. Das war es dann auch schon.


[BLICK AUS EINEM FENSTER MIT ZIEGELSTEINUMRAHMUNG AUF EINE TOR MIT TREPPE] Links - Fenster am Treppenhaus auf der Ostseite zum Innenhof mit Blick auf Treppenaufgang zum Ausgang an der Westseite. Aha.

Wieder ein HDR Bild. Wieder ist der Grund der hell-dunkel Kontrast. Auf den Originalbildern ist das Mauerwerk nur ein schwarzer Rahmen um das Fenster. In der überbelichteten Version wiederum ist das Mauerwerk des Innenhofes fast nicht mehr zu erkennen. Leider ging bei der Verrechnung auch etwas die regnerische Stimmung des Bildes verloren. Vielleicht bekomme ich dies irgendwann einmal besser hin. Momentan fehlt mir noch die Erfahrung. In Farbe ist das Bild langweilig.

[STAHLTRÄGER MIT BLICK AUF WELLENLAGER EINES LASTENAUFZUGES. SEHR GROSSE TIEFENSCHÄRFE.] Das Bild wurde etwas freigestellt und gedreht, um das Fenster mittig zu bekommen. Die Gradationskurve wurde etwas flacher gemacht und das Rauschen leicht geglättet.


Rechts - Eines der Wellenlager des Lastenaufzuges. Ebenfalls eine HDR Entwicklung. Diesmal allerdings nicht wegen des Lichts. Davon gab es genug. Vielmehr habe ich auch mit dieser Technik entwickelt, um den dargestellten Effekt zu erzielen. Das sowohl Licht als auch Schatten und die Tiefenschärfe ganz gut werden hatte ich schon vor Ort gewusst geahnt. Eine künstliche Vignettierung hat auch nicht stattgefunden. Es wurde nur mit jedem Entwicklungsschritt spannender. Am Ende hat nicht die einfache schwarzweiss-Umwandlung, sondern die Anwendung des Blaufilters mit hohem Kontrast in LR den Ausschlag gegeben.

Der Featureumfang von Java 7 wird aufgespalten. Das ist noch nichts Neues. In Java 7 (soll Mitte 2011 erscheinen) wird es ein paar neue APIs geben, nichts weltbewegendes. Etwas Syntaxsugar aus dem Project Coin. Aus Coin interessiert mich eigentlich nur der Diamond Operator. Weniger Code ist immer gut. Das Closures verschoben werden ist nicht so wichtig. Schmerzhafter ist schon das Jigsaw auf Java 8 (Ende 2012) verschoben wird. Besonders bei grösseren Applikationen würde dies viele Bauchschmerzen vermeiden helfen - komme mir jetzt niemand mit OSGi. Aus meiner Sicht richtig blöde ist, dass JSR 308 (Annotations on Java Types) auf Java 8 verschoben wird. Das ist eine wirklich extrem sinnvolle Erweiterung um stabilere Systeme zu entwickeln. Und nur noch darum geht es bei der Weiterentwicklung von Java: stabilere Systeme entwickeln.

Wenn Java 8 Ende 2012 hoffentlich das Licht der Welt erblickt, dann wird es noch mindestens 2-4 Jahre dauern, bis es den Markt breiter durchdrungen hat. Das heisst also, die Features können erst 2015 oder 2016 in breitem Mass genutzt werden. Vielleicht auch noch später. Gründe: es wird sicherlich einige Unternehmen geben, die auf Java 7 wechseln werden. Sei es weil Java 6 im Jahr 2011 schon in die Jahre gekommen ist - erschienen 2006 - oder sie die neuen Features unbedingt brauchen. Nicht vernachlässigt werden darf auch die Java Enterprise Edition (JEE). Diese hängt der Java Standard Edition immer um 1-2 Jahre hinterher. Dann müssen auch die Application Server angepasst und breiter ausgerollt werden. Normalerweise überspringen Unternehmen einen Release. Ist dies der Fall, werden sie erst mit Java 9 die Java 8 Features anwendbar machen. Also irgendwann 2017 oder später.

Eine andere Strategie: die Unternehmen erkennen, dass Java 7 ist was es ist, nur ein kosmetischer Release. Erst mit Java 8 wird es wirklich interessant. Dann ist 2016 wieder realistisch. So oder so wird sich die nächsten 4 Jahre bei Java in der freien Wildbahn nicht viel tun. Auch so kann Planungssicherheit aussehen.