Gabi und Sascha
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Diese Kachel mit einem Space Invaders Motiv befindet sich zwischen dem Kölner Dom und der Eisenbahnbrücke über den Rhein. Sie ist an einem Oberleitungsmast in Höhe des Spielsaals der Philharmonie befestigt.

[KACHEL MIT SCHIESSENDEM RAUMSCHIFF AUS DEM COMPUTERSPIEL "SPACE INVADERS" AN EINER HOCHSPANNUNGSSTEHLE]

Mehr Space Invaders

Kurz angetestet

[KOPF EINES WEISSKOPFGEIERS] Ich habe mir in den letzten Tagen einmal die Fotosharing Site Yogile angeschaut. Die Kurzzusammenfassung: für mich ist Yogile in Hinsicht auf das Sharingkonzept spannend. Ich werde es weiter beobachten. Um alle Bilder dort ab zu legen ist es noch zu wenig ausgereift und teurer als Picasa,

Sich bei Yogil anmelden ist einfach. EMail-Adresse und Passwort eingeben. Das war es auch schon. Kurz und schmerzlos wie das ganze Yogile Konzept. Ein Albumpasswort brauchte ich erst einmal nicht. Erstaunlich: das unsichtbare Passwort muss nicht zweimal angegeben werden. Ist ein Typo drin, weil sich vertippt wurde, gibt es ja sie EMail als Login. Finde ich ganz geschickt gelöst. Nach der Anmeldung gibt es auch keinen Zwang zur Bestätigung der Anmeldung via EMail (Closed-Loop Opt-in). Nach dem Klicken des «Sign up for free» Buttons geht es auch schon los. Yogile bietet dem angemeldeten Benutzer im Monat 100 MB Upload für Bilder. Upload meint: wenn ein einmal hochgeladenes Bild gelöscht wird, dann wird die Datenmenge des Bildes nicht von der bisher hochgeladenen Menge wieder abgezogen. Jeweils zu Beginn eines Monats wird der Zähler zurück auf Null gesetzt. Bei meinen Bildern reicht die Uploadmenge für 10 bis 15 Fotos im Monat. Nicht gerade üppig. Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe. Ausserdem kann für 24.95 $/Jahr unlimitierter Upload/Speicherplatz gekauft werden. Anders als bei Picasa garantiert Yogile allerdings nicht ausdrücklich, dass die Bilder auf dem bezahlten Speicherplatz weiter existieren wenn die Zahlungen irgendwann einmal ausbleiben.

Das Userinterface ist sehr einfach und übersichtlich gehalten. Fotos können in ein existierendes oder in ein neues Album hochgeladen werden. Hochladen geschieht über ein Flash-Programm. Für mich ein Minuspunkt, da ich einen Flashblocker installiert habe. Wenn Flash erlaubt ist, geschieht der Upload unkompliziert. Ein dicker Minuspunkt: aktuell wertet Yogile zwar das Entstehungsdatum des Bildes aus den Exif Daten aus, nicht aber Titel und Bildunterschrift. Diese müssen mühsam Bild für Bild neu eingeben werden. Auch ist die Usability für diese Änderungen ist noch nicht ganz ausgereift.

Der HTTP URL-Pfad kann angepasst werden. Aus einem kryptischen Namen habe ich herbst gemacht. Der Name ist auch gleichzeitig für die EMail-Adresse herbst@yogile.com verwendbar. An diese Adresse geschickte Bilder werden automatisch in das Album einsortiert. Dabei verarbeitet Yogile auch 16 MB grosse Bilder oder knapp 40 MB grosse EMails. Auch nicht angemeldete EMail-Absender können Bilder an das Album schicken. Um das Album gegen Spam zu schützen kann das Album mit einem Passwort versehen werden. Es ist dann ein sogenanntes private Album. Auch lässt sich zu den Alben eines Benutzers auch von Dritten nichts mehr hinzufügen, wenn der Besitzer des Albums sein monatliches Quota überschritten hat. Es ist auch möglich jedes Bild, welches von Dritten in das Album gestellt wurde, vor der Freigabe einem Review zu unterziehen. Dieses Sharing-Konzept ist die zentrale Komponente von Yogile. Ein spannendes Experiment. Ich habe dann auch mal gleich ein Album Berlin angelegt. Das Album ist frei. Mal sehen was in den nächsten Monaten passiert. Schon aus diesem Grund werde ich Yogile weiter beobachten.

Zwei potentielle Probleme sehe ich:

  1. Da der Upload in ein Album limitiert ist, kann zu Beginn eines Monates von Dritten ein Album und der Zugang für den Besitzer sofort zugemacht werden. Der eigentliche Besitzer wird so schon fast gezwungen den unbegrenzten Zugang zu kaufen.
  2. Werden Bilder in ein nicht eigenes Album hochgeladen, z.B. via EMail, dann muss sich der Hochladende den Albumnamen merken. Sonst findet er seine Bilder nicht mehr wieder. Wird der Albumname geändert, dann hat der Hochladende keine Chance mehr seine Bilder wieder zu finden. Der Albumname kann jederzeit geändert werden. Vielleicht hat Yogile für das Problem eine Lösung und ich habe sie bloss nicht gefunden.


Hinweis: Um die unterschiedlichen Kombinationen für den Upload zu testen, habe ich einen zweiten Account unter einer alternativen EMail Adresse angelegt. Dabei sind die Alben Wald/Forrest und Rügen entstanden. Für einen Massenupload habe ich bei einem Webmailer einen Dummyaccount angelegt. Dabei habe ich den mir zufällig eingefallenen Namen «Rita Maier» verwendet.

Update: Yogile ab April 2012 nur noch gegen Kohle. Die Links werden deswegen demnächst wohl ins Nirvana zeigen.