Gabi und Sascha
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[FACEBOOK ICON][G+ ICON] Ich habe ja auch einen Facebook Account. Seit etwas über einem Monat. Das hat zwei Gründe: erstens erreiche ich so die Familie und Freunde, die nicht hier in Berlin sind. Zweitens: ich wollte mal sehen was der Unterschied zu Google+ ist. Jetzt, nach einem Monat ist es Zeit die Erfahrung zusammen zu fassen.

Zuerst einmal: Facebook macht keinen Spass. Es ist öde und langweilig, der Informationsgewinn tendiert für mich stark gegen null. Ob Hans jetzt mit Franz befreundet ist. Who the fuck cares? Und noch weniger sinnvoll die Nachricht, das Franz sein Profilbild geändert hat oder Hans jetzt Monkey Island blabla spielt und meine Hilfe benötigt. Ja, ich weiss was diese Dinge sollen, aber Sinn macht es für mich trotzdem nicht. Ich habe Kontakte deren gefühlt einzige Aktion in den letzten 30 Tagen: das täglich geänderte Profilbild.

Das vielgescholtene System zur Einstellung von Sicherheit und Sichtbarkeit: es ist zurecht vielgescholten. Selten habe ich ein solches gewolltes Useabilitydesaster gesehen. Gewollt, weil mir niemand erzählen kann, dass Facebook sich keine hervorragenden UI Spezialisten leisten kann. Auch die Formulierungen der Beschreibung sind mehr als einmal missverständlich. Das ist Nutzerverarsche mit System.

Auch ein UI Desaster: ich habe erst nach mehreren Wochen gelernt was meine Pinnwand ist. Von dem System zum sharen von Fotos ganz zu schweigen: das ist eine Frechheit - als ein animiertes GIF in ein lebloses Jpeg umgewandelt wurde dachte ich, ich bin im falschen Film. In allen diesen Bereichen schneidet Google+ besser ab. Das UI ist freundlicherm aufgeräumter und viel leichter zu lernen. Vielleicht ist die Picasa-Einbindung am Anfang etwas kniffelig zu durchschauen.

In der Zeit habe ich ca. 150 Posts abgesetzt. Davon 124 genuine Posts, also nichts von Dritten wieder verwertet. In der Zeit mehr als 35 Posts hier im Blog. Die Reaktion bei Facebook ist eher bescheiden, so überhaupt vorhanden. Keine Ahnung voran das liegt, aber scheinbar sind die Facebooker selbst zum Klicken auf den "Gefällt mir" Button zu träge. Oder ich treffe nicht den Geschmack der Massen. Ich weiss ja, dass nur 1-5% aller Teilnehmer an Social Networks auch was produzieren, aber etwas mehr hätte ich dann doch erwartet. Hier unterscheiden sich meine Facebook Bekanntschaften von denen aus den Google+ Circles. Dort produzieren so gut wie alle eigene Inhalte. Aber bei Google+ suche ich mir die Bekanntschaften auch genau nach diesen Gesichtspunkten aus.

Fazit: Facebook macht für mich keinen Sinn. Es ist stinklangweilig, unübersichtlich und öde. Für mich reine Zeitverschwendung. Ich werde es weiter nur als Multiplikator einsetzen. Dafür ist es in Ordnung. Pro Blog-Post 1-2 Reaktionen hier in das Blog. Bei Picasa Links knapp eine Reaktion pro Post. Allerdings schafft das Blog und Paper.li ein vielfaches mehr. Twitter erheblich weniger.

[XING ICON][BUZZ ICON][TWITTER ICON] Und Twitter, Buzz und Xing? Bei Xing war ich zum letzten Mal am 11. Juli angemeldet. So wichtig ist mir dieses für Nichtzahler kastrierte Netzwerkportal. Twitter läuft so mit und wird als Multiplikator verwendet. Oder für kurze, rausgehauene Dinge. Buzz: ebenfalls Multiplikator. Aber ich lese dort nicht mehr. Die Posts werden über Picasa abgesetzt.