Gabi und Sascha
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Hintergrund
Ein Zufallsfoto. Wir waren am Wochenende im Tierpark. Ich sah das Schilf in der Nähe der Cafeteria und wollte es bei strahlendem Sonnenschein im Gegenlicht fotografieren. Nach ein paar Bildern musste ich abbrechen, da meine Begleitung quengelte und ein Eis wollte. Ich habe die Libelle erst beim Entwickeln zu Hause entdeckt.
[MANN UND FRAU IN EINEM FAHRRAD MIT LADEFLÄCHE VORNE. DIE FRAU SITZT IN DER LADEFLÄCHE. DORT LIEGT AUCH EINE AKKUSTIKGITARRE.]
Berlin, Alexanderplatz
 

Berlin wählt. Wir auch. Zum Wahllokal sind es knapp 500 Meter. Also, zu unserem Wahllokal. Denn ein weiteres befindet sich auf der anderen Straßenseite unserer kleinen Sackgasse. Keine 20 Meter entfernt.

Habe gerade im Netz nach Lieferanten für Aluminium Flachstangen gesucht. 20x2mm, 1 Meter lang. Natürlich gibt es so was auch beim Amazon. Für 3,18€ + 3€ Versand. Geht aber auch billiger. Bei Gemmel in Berlin für ??? Also, so ganz war das nicht zu ermitteln. Die Preise variierten bei jeder Anfrage. Aber der Meter wurde mit 1,96€ angegeben. Plus 7,75€ Versand. Im Warenkorb dann aber plötzlich 14,30€ (???). Beim K-D Handels- und Pfandhaus der Meter für 1,25€ + 5,65€ Versand (Vorkasse).

Ich brauche am Anfang nur eine Stange. Da ist das Angebot über Amazon am günstigsten. Aber schon bei zwei Stangen wird's dort teurer. Ganz erstaunlich aber finde ich die Preisspannen für ein solches Standardprodukt. Mehr als das Zweieinhalbfache zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot ist schon eine Hausnummer.

 
[BUCH COVER] Nerd Attack! ist ein kurzweilig zu lesendes Buch. Ein Generationenbuch. Es liesst sich wie ein Teil meiner Biografie. Auch bei mir hat alles mit einen C64 angefangen. Es ging weiter über Phantasy, Mailboxen mit Akkustikkoppler, Modem, FidoNet, Co-SysOp (fragt mich aber nicht mehr wie die Box hiess), Internet und haste nicht gesehen. Dem Buch nach zu urteilen eine ganz normale Mittelstandskindheit und -jugend. Ein paar Dinge wurde wieder aufgefrischt («German Cracking Service», «Dynamic Duo»), weniges war neu. Den ganzen Rollenspielteil habe ich ausgelassen - mein Bruder hat ihn übernommen und übererfüllt. Dank ihm dafür.

Das Buch erklärt anderen wieso ich denke wie ich denke. Wieso ich ich über ein Piratenpartei Plakat mit dem Slogan «1337-Kultur statt Leitkultur» lachen kann. Warum für mich Wikileaks kein Verrat sondern nur die Quintessenz des «Information muss frei sein» Gedanken ist. Warum mich Apple inzwischen ankotzt und Napster für mich keine Überraschung war.

Es wurde einiges über den Titel geschrieben. Insbesondere Thomas Knüwer echauffiert sich über den Titel. Meinetwegen ist der Begriff Nerd im angelsächsischen ein Schimpfwort. Na und? Who the fuck cares? Wir haben es halt anders adaptiert. Ob sie mich nun Nerd, Geek oder Freak nennen; es ist doch immer das Gleiche gemeint: Spinner. Ich kann mit Nerd leben. Zum Glück ist es kein bescheuerter Buchtitel wie «Generation C64» geworden.

Für jemanden mit ähnlicher Biografie wie meine lohnt sich das Buch nur bedingt auch wenn es flüssig zu lesen ist. Wer keinen C64 hatte, wer Tom Bombadils Abenteuer nicht kennt und für den das Internet aus Google, Amazon, EBay und Facebook besteht, für den ist das Buch ein muss.

ISBN-13: 978-3421045096

Die Grauen, damit verbinde ich immer noch Trude Unruh. Und natürlich, dass es sich dabei um die Rentner- und Pensionärspartei handelt. Da frage ich mich natürlich, ob es sich bei der Werbung im Bild links um eine natürliche Synergie handelt.

Die Piraten suchen im Bezirk derzeit mit Handzetteln nach Umzugshelfern ins Abgeordnetenhaus in Berlin. Ich drücke die Daumen, dass es klappt. Nicht weil ich sie sympathisch finde, sondern weil ich der Meinung bin, dass es gar nicht genug Parteien im Parlament geben kann. Als Synergie hier die ausgelutschten Möbel der FDP zu übernehmen bietet sich wohl nicht an. Die stinken noch zu sehr nach Lindner.

[WAHLPLAKAT VON "DIE GRAUEN" NEBEN EINEM WERBEPLAKAT FÜR EIN BESTATTUNGSUNTERNEHMEN] [ABREISSZETTEL FÜR UMZUG DER PIRATENPARTEI IN DAS BERLINER LANDESPARLAMENT AND EINER AMPELANLAGE IN BERLIN FRIEDRICHSHAIN]
 

Das hat mir gerade Ewald vom Späti in der Ebertystraße erzählt. Ewald ist in den Siebzigern und war in der DDR in der Gastronomie tätig. Weil Ewald seine Klappe nicht halten konnte und als Ingenieur nicht mehr im gelernten Beruf arbeiten durfte. Die Sachsen, die hielten ihre Klappe. Weil sie es nicht anders kannten. Sie waren zum Teil im Tal der Ahnungslosen. Und von dort rekrutierte, seinen Worten nach, die Stasi besonders gerne neue Mitarbeiter. Und die arbeiteten dann in Berlin. Hatten sie einen Parka an und sprach mit sächsischem Dialekt war alles klar.

Ich habe heute die E-P2 auf den neuesten Softwarestand gebracht. Dafür das Olympus Master 2 Programm installiert. Also, liebe Firma Olympus, eine Restart des Macs nach der Installation ist ja so was von Windows, das geht gar nicht. Aber immerhin seit ihr sehr überzeugt von eurer Software. Glaubt sicherlich, dass der Kunde sie immer offen hat und damit arbeitet. Oder warum sonst gibt es keine Programm beenden Option?

Immerhin habe ich jetzt mit dem 24 Mb Update eine VF-3 Support. Mehr war leider nicht drin. Ausser bestimmt einigen stillschweigenden Fehlerkorrekturen. Schade, ich hatte mir eine 4x Lupe gewünscht. Zusätzlich zur 7x und 10x Lupe. Und eine 5 Bilder EV Belichtungsreihe sollte auch nur ein Software Update sein und keine neue Kamera (E-P3) benötigen.

Nachtrag: Nach einem Update auf Version 2.3 gibt es jetzt auch die Möglichkeit Programm beenden.

[ZUCKERKRISTALLE AUF ZIMT.]
Focus Stack aus 52 Aufnahmen
Hintergrund und Setup
Das Bild zeigt einen kleinen Haufen Zimt mit darauf gestreuten Zuckerkristallen. Beides aus unserer Küche.

Die Aufnahme ist ein weiteres Focus Stacking Experiment. Diesmal habe ich unbewegte Objekte genomme, um eine Reihe aus 52 Aufnahmen zu erzeugen. Die Tiefe, also von den vorderen unteren Zuckerkristallen bis zu den hinteren Zuckerkristallen ist ca. 15 mm. Berechnet wurde der Stack mit Helicon Focus (Version 4.2.7) der Methode B und dem Lanczos8 (16x16) Algorithmus. Die Berechnung hat ca. 2,5 Stunden gedauert. Es wurde im 32 Bit Modus von Helicon Focus auf einem MacBook mit 2 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor und 4 GB DDR3 (1067 MHz) RAM berechnet. Die gesamte Produktion des Bildes mit unter­schied­lichen Blickwinkeln, Serien und Setups hat ca. 5 Stunden gedauert.

Setup aus Olympus E-P2 mit Exakta 28mm 1:2.8 in Retrostellung und Extension Tube mit 14mm Zwischenring. Ca. 2.3:1 auf Micro FourThirds Sensor (1.15:1 auf Vollformat).

Alles weitere zum verwendeten Setup kann hier nachgelesen werden.

Bewertung

Bei der Aufnahme kann deutlich die Limitierung des Setup beobachtet werden. Das Bild ist nicht wirklich klar und scharf. Das Objektiv (Exakta 28mm 1:2.8) in Zusammenspiel mit dem M42 Adapter und dem Verlängerungstubus erreicht hier sein Limit. Dies ist speziell auf den Einzelbildern zu erkennen. Bessere Aufnahmen sind sicherlich nur mit besseren Linsen möglich. Dafür ist der Preis mit 106,25€ für die erreichte Qualität kaum schlagbar. Für eine bessere Qualität der Bilder… mal sehen was der Weih­nachts­mann bringt :-)

Am Wochenende musste ich dringend etwas mit SSH machen. Das ging aber nicht. Unser etwas angestaubter WLAN Router von D-Link (DSL-G664T) hat einen Firmware Bug der SSH nicht ermöglicht - und die anderen Netzwerke waren ausgeschaltet. Deswegen heute das betagte, wohl 10 Jahre alte, Gerät in den Ruhestand geschickt. Und durch ein neueres Gerät von AVM (FRITZ!Box Fon WLAN 7170) ausgetauscht. Jetzt geht auch SSH und ich muss nicht mehr die Nachbarnetzwerke nehmen. Raider heisst jetzt Twix.

 

Wirklich Dramen spielen sich im Hallenbad ab. So heute im Hallenbad am Velodrom. Plötzlich die Durchsage: Achtung, Achtung. Auf Grund eines Notfalls muss der Mutter-Kind Bereich leider geräumt werden. Wir waren gerade mal 2 Minuten da. Andere Eltern ähnlich lange. Kaum drin, schon wieder raus. Das erklär mal einem völlig entäuschten Kind. Das Geheule war lauter und gewaltiger als die Trompeten von Jericho. Wir hörten ein Bademeister sei nach Hause gegangen, weil seine Schicht zu Ende war. Ob es stimmt kann ich nicht schreiben. Aber ein Notfall war weit und breit nicht zu sehen. Zumindest haben wir Kulanzkarten bekommen.

Heute morgen standen vor unserem Haus folgende vier Autos: BMW, Mercedes, Audi und Jaguar. Ich will das nicht. Ich will die alte Mischung behalten! schnief

[ZWEI MÄNNER MIT UMGESCHNALLTEN GRILL. DER RECHTE MANN HAT EINEN REGENSCHIRM ZUSÄTZLICH AN SEINEM SYSTEM. VON DEN GRILLEN WERDEN WÜRSTCHEN FÜR 1.20€ VERKAUFT. SCHWARZWEISS.]
Berlin, Alexanderplatz
Hintergrund
Das mit den Grillwalkern ging vor ca. vier oder fünf Jahren los. So genau kann ich mich nicht erinnern. Damals noch ein einzelner Verkäufer, der seine Würstchen wie geschnitten Brot verkaufte. Inzwischen sind es mehr geworden. 6-8 belagern täglich die Laden- und U-Bahneingänge. Das Geschäft ist härter geworden. Dabei ist die Qualität der angebotenen Würstchen von unterirdisch schlechter Qualität. Das ist reinster Touristennepp. Für mich sind das alles kleine Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper.

Der Wahlkampf in Berlin ist in vollem Gang. Ausser einigen unqualifizierten Bemerkungen von Hermann Gröhe, die ich heute las, ist von der CDU nicht viel zu hören. FDP und CDU finden irgendwie nicht statt. Dafür die Bergpartei, die nicht nur eine knallharte sozialpolitische Agenda hat (wir berichteten), sondern auch die Problematik der brennenden Autos radikal lösen will.

Ganz nebenbei fährt Sternburg Bier eine eigenen Plakatkampagne. In Kombination mit den real existierenden Wahlkampfplakaten entfaltet sie grandiose Komik.

[WAHLKAMPF BERLIN 2011. PARTEI FÜR SOZIALE GERECHTIGKEIT MIT SOGAN: "ARBEIT FÜR ALLE". DARÜBER EIN PLAKAT FÜR STERNBURG BIER MIT SLOGAN: "FEIERABEND MUSS BEZAHLBAR BLEIBEN"]
Niedriglohn für alle?
[WAHLPLAKAT BERGPARTEI. WAHLKAMPF BERLIN 2011]

Scheint übrigens immer noch zu teuer zu sein, die Maurerpisse von Sternburg. Sonst könnten die sich diese Masse an Plakaten gar nicht leisten.

Bilder: Karsten Spin