Gabi und Sascha
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Zum Einsatz von Pfefferspray sagte Witthaut, damit könne der Einsatz von Schusswaffen vermieden werden. Pfefferspray sei auch aus Gründen der Verhältnismäßigkeit „ein unerlässliches Mittel“.

So las ich es beim Bundestag.

2010 wurden in Gorleben 2190 Dosen Pfefferspray bei Castor-Protest versprüht. Das Argument und die Zahlen lassen eigentlich nur einen Schluss zu: wir befinden uns im Bürgerkrieg.

Nachtrag Ⅰ: Und noch etwas ist sehr merkwürdig bei Pfefferspray: für das Militär fällt Pfefferspray scheinbar unter die Genfer Biowaffenkonvention und ist verboten. Polizisten ist es im Einsatz gegen die Zivilbevölkerung erlaubt.

Nachtrag Ⅱ: Der Begriff Pfefferspray ist auch ein klassischer Neusprech. Denn das Zeug hat nur den Wirkstoff (Capsaicin) mit Pfeffer gemeinsam. Während reiner Cayennepfeffer auf der Scoville-Skala (gibt die subjektive Schärfe an) einen Wert von 30.000–50.000 hat, hat der Pfefferspray der Polizei einen Wert von 5.300.000. Das, was die Polizei einsetzt ist also über 100 Mal schärfer als reiner Cayennepfeffer.


Zu Nachtrag I. Dann heißt es ja, das dieser Staat, Krieg gegen das eigene Volk führt oder nicht?

<IRONY-ON>Kann ja nicht sein. Ist ja als <em>Kriegs</em>waffe verboten.<IRONY-OFF>