Gabi und Sascha
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Nach dem Umzug und dem Einbau zeigte Die Spülmaschine von Bosch den Fehler E15 an. Etwas googlen und es kommt heraus: Abfluss verstopft. Also Abfluss abgebaut und siehe da, beim Anschliessen vergessen das Verschlussplättchen zu entfernen - ich hatte die Spülmaschine nicht angeschlossen :-). Trotzdem bliebt der Fehler E15 beständig in der Anzeige und die Maschine pumpte ununterbrochen. Noch mal kurz googlen. Die Lösung: die Maschine muss einmal nach hinten gekippt werden. Gelesen, getan, E15 Anzeige ist weg. Maschine arbeitet wieder korrekt.

[RAPSFELD UND HIMMEL]
Für die einen ein schönes Bild, für die anderen schnöder Biodiesel

 

Ich hatte auf eBay ein Objektiv ersteigert. Ein Leica Makro Elmarit R 60mm f2,8 mit 1:1 Adapter. Für knapp 350€ + 5€ Versand. Das Objektiv ist defekt. Der Fokusring dreht durch und ich kann nicht scharf stellen. Damit ist das Objektiv für mich wertlos. Den Schaden (Film) habe ich festgestellt, als ich das Objektiv aus dem Karton genommen hatte. Daraufhin habe ich den Verkäufer kontaktiert und ihm das Problem mitgeteilt. Und ihm auch versichert, dass ich denke, dass wir uns gütlich einigen werden.

Einigung problematisch

Das Einigen stellt sich jetzt als problematisch heraus. Denn der Verkäufer mauert. Er habe das Objektiv funktionierend verschickt. Damit sei alles weitere nicht mehr sein Problem. Zuerst, als es noch nicht eskalierte, habe ich ihm das mit dem funktionierendem Objektiv auch noch geglaubt. Ich hatte mich bei Hermes gemeldet und einen Transportschaden gemeldet. Hermes hat sich dann auch umgehend bei mir gemeldet und mit mitgeteilt, dass der Transport leider nicht ausreichend versichert sei. Statt eines mit 500€ versicherten Paketes habe der Versender nur ein mit 50€ versichertes Päckchen versendet. Damit, leider, leider, könne Hermes höchstens 50€ auszahlen. Das ist natürlich sehr unbefriedigend für mich, zumal in der Auktionsanzeige ausdrücklich von einem Versand per Paket die Rede ist. Der Unterschied von 80 Cent zwischen Päckchen (4€) und Packet (4,80€) ist in den 5€ Versandkostenpauschale enthalten.

Hermes Kundenservice

Mit dem Hermes Kundenservice habe ich per Mail und Twitter kommuniziert. Und ich muss schreiben: grossartig. Schnelle und freundliche Reaktion über alle Kanäle. Das Duzen unbekannter 43 Jahre alter Männer gehört wohl zur Kommunikationsstrategie :)

Die Anderen sind Schuld

Ich habe mich daraufhin wieder mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt. Und jetzt fängt es an immer merkwürdiger zu werden.

Das mit dem Päckchen sei nicht seine Schuld. Das habe wohl die Verkäuferin in der Bäckerei falsch gemacht. Die ist aber im Urlaub. Sie müsse den Schaden begleichen, wenn Hermes nicht voll für den Schaden aufkommt. Er werde sich darum kümmern.

Abgesehen von diesem merkwürdigen Gedankengang ist mir damit auch nicht geholfen. Ich habe hier ein paar Linsen in einer Metallfassung liegen, die zu nichts zu gebrauchen sind. Ich bat den Verkäufer also mit Fristsetzung mir konkrete Angebote für eine Lösung zu machen. Dies tat er auch.

Reparatur selbst bezahlen

Ich solle das Objektiv an XYZ schicken (Namen kann ich hier erst einmal nicht nennen). XYZ repariert das Objektiv dann und schickt es mir mit Rechnung zurück. Mir die Rechnung? Wieso mir? Ich habe ein defektes Objektiv vom Versender bekommen und soll jetzt für eine Reparatur bezahlen, deren Kosten ich noch nicht einmal voll von der Versicherung erstattet bekomme? Falls eine Reparatur überhaupt möglich ist.

Anmerkung zum Schaden

Bei dem Schaden handelt es sich um ein herausspringen des Fokusrings aus der Halterung (Film). Der Fokusring ist bei diesem Objektiv nicht verschraubt, sondern nur gesteckt. Üblich ist bei Leica ein verschrauben des Fokusrings.

Ich teilte dem Versender meine Bedenken mit und kündigte an, dass ich das Objektiv an ihn, den Versender, schicken werde. Er ist aus meiner Sicht der Vertragspartner von Hermes und mir, er soll sich um das Problem kümmern. Der Versender widersprach. Das alles sei nicht mehr sein Problem. Er wird kein Packet annehmen. Und warum ich ihn nicht anrufe - wir hatten schon einmal friedlich miteinander telefoniert. Allerdings bin ich inzwischen misstrauisch geworden. Wer so reagiert, dem vertraue ich auch nicht mehr unbedingt dahingehend, dass das Objektiv funktionierend verschickt wurde. Ich bezweifle dies inzwischen sogar. Ich teilte ihm mit, dass er meine Telefonnummer habe, ich aber nur noch schriftlich über das eBay System mit ihm kommunizieren möchte.

Es wird schmutzig

Was zurück kam war Pöbelei. Ich solle mich nicht so anstellen, das ist ja kein wirklicher Betrag und überhaupt, ihn treffe überhaupt keine Schuld. Er verkaufe seit über 5 Jahren bei eBay sehr viele Leitz Artikel und… Wann fängt noch einmal gewerblicher Handel bei eBay an? Und was ist die Relevanz?

Weitere Kosten

Das mit dem kein wirklicher Betrag ist natürlich schon kritisch. Denn ich kann das Objektiv nicht einfach an die E-P2 anschliessen. Ich brauche dafür einen Adapter von Leica R auf Micro Four Thirds. Diesen hatte ich schon bestellt und er wurde auch schon geliefert. Kosten: noch einmal über 100€. Durch die Verzögerungstaktik des Verkäufers ist die Frist für eine Rücksendung auf Grundlage des Fernabsatzgesetz inzwischen verstrichen. Wird das Objektiv nicht repariert, kann ich auch nur versuchen, wiederum über eBay, den Adapter so zu verkaufen, dass der finanzielle Verlust nicht zu gross wird.

Clearing?

Ich habe jetzt erst einmal die eBay Beschwerdestelle eingeschaltet. Da ich alle Jubeljahre etwas bei eBay kaufe und bisher kein Problem hatte, habe ich keine Ahnung, was jetzt passiert. Ich bin gespannt.

Stay tuned.

Nachtrag: Das Objektiv wurde repariert und der Verkäufer hat, nach Einschaltung einer Anwältin, alle Kosten der Reparatur übernommen.

Das Problem des Urheberrechts lässt sich meiner Meinung nach auf zwei Narrative zurückführen:

  1. Computer sind Kopiermaschinen, weniger Maschinen zum Rechnen. Ca. 80 zu 20 ist das Verhältnis der Anzahl von Kopier- gegenüber Rechenbefehlen eines Prozessors.
  2. Das Internet ist geschaffen worden um einen Atomkrieg zu überleben. Dies ist noch heute sein gedanklicher Kern. Zensur oder das Vorgehen gegen Urheberrechtsverstöße sind technisch einem Atomschlag ähnlich. Das Netz umgeht derartige Einschränkungen oder erschafft Overlay-Netzwerke.

Zwei kleine Bausteine, die sich zu etwas grösserem kombinieren lassen. Als Softwareentwickler liebe ich solche Ideen :)

Aus diesem Grund tendiere ich immer mehr zu der Idee, dass das Urheberrecht nicht zu reformieren ist. Es hat sich überlebt. Und das schreibt jemand, der seine Brötchen mit der Schaffung geistigen Eigentums verdient.

Wenn die Vorhautentfernung als religiöser Ritus toleriert werden soll, also keine Missachtung der körperlichen Unversehrtheit ist, dann gründe ich jetzt eine Religion, die ein tätowiertes Arschgeweih ver­langt.

Es ist nicht ohne Ironie, dass die körperliche Unversehrtheit aus den Lehren der NS-Ver­gangen­heit entstand. Und jetzt wieder Menschen mit der Religion trifft, die damals die meisten Toten zu beklagen hatte.

Soll das Kind sich mit 18 selbst entscheiden. Unnütze Operationen sind scheisse und religiöse Riten an Kindern sind eine Vergewaltigung ihrer Persönlichkeit, Religionsfreiheit hin, NS-Ver­gangen­heit her.

Der letzte Post aus der Wohnung in der Heidenfeldstaße 12. Heute der Umzug, 400 Meter weiter in die Hausburgstraße 21. Der Eigentümer hatte auf Eigenbedarf gekündigt. Nachdem er schon versucht hatte die Wohnung zu verkaufen. Wir sind gespannt, ob er wirklich in die Wohnung zieht und wenn ja wie lange.

[GRASHALME VOR HIMMEL]

 

Zwei Dinge, über die ich mich in den letzten Tagen geärgert habe:

Titanic

Ob das aktuelle Titanic Cover nun die Rechte einer Persönlichkeit verletzt oder nicht ist mir scheissegal. Deren Ding. Das Cover finde ich etwas pubertär, die haben schon besseres gemacht. Der Betroffene, Benedikt ⅩⅤⅠ, ist für mich Chef einer Diktatur.

Aber es zeigt das Denken eines Menschen wie Thomas Goppel, Mitglied der CSU und im Bayrischen Landtag sitzend. Dieser Thomas Goppel möchte dem Titanic-Redakteur am liebsten die Lizenz zum Schreiben entziehen.

Wie meinen? Lizenz entziehen. In einer Gesellschaft in der eigentlich jeder meinen darf was er will?

Solche Menschen machen mir Angst. Denn ich bin überzeugt, sie meinen das ernst. Der will fürs Witze erzählen Genehmigungen verteilen. Weia.

Vermeintliche Extremisten sollen kein Geld mehr bekommen

Vereinen, die vom Verfassungsschutz als extremistische eingeschätzt werden, soll in Zukunft die Gemeinnützigkeit aberkannt werden. Und damit lebensnotwendige Steuervorteile. Das ging bisher schon, allerdings konnte widersprochen, sprich geklagt werden. Das Widerspruchsrecht soll abgeschafft werden.

Also im Klartext, eine von der Politik (sprich Parteien) beeinflusste Behörde, die nicht wirksam von der Öffentlichkeit (nicht Parlament) kontrolliert werden kann, soll sich als Richter aufspielen können. Ein Verfassungsschutz als Inlandsgeheimdienst widerspricht schon in seiner grundlegenden Struktur jeglichen demokratischen Prinzipien von Kontrolle und Transparenz. Ein Schelm der Böses bei der geplanten Änderung denkt.

Einer Bananenrepublik würdig.

Über das Loggen habe ich schon mehrfach geschrieben. Für meinen Arbeitgeber haben wir ein Framework geschaffen, welches loggen etwas verbessert. Dies hinsichtlich eindeutiger IDs, Internationalisierung und Validierung während des compilierens. Die Implementierung reduziert grep Monster, mit denen Operatoren sonst hantieren mussten.

Ich bin mit dem Loggen immer noch unzufrieden

Wir kennen heute zwar unterschiedliche Log-Level und unterschiedlichste Konfigurationsmöglichkeiten für die Logger. Aber im Grund ist es immer noch ein simples raushauen von Nachrichten, deren Informationsgehalt mehr oder minder wertvoll ist. In den meisten Situationen bin ich sogar der Meinung, dass der Informationsgehalt fast gegen Null geht. Das liegt am Ziel des Loggens. Log-Ausgaben sind so gut wie immer nur für die Post-mortem-Analyse interessant. Also dann, wenn ein Fehler analysiert werden muss.

Für Post-mortem-Analyse nicht die richtigen Informationen

Für die Post-mortem-Analyse sind in der Log-Ausgaben meistens nicht die richtigen Daten vorhanden. Das liegt daran, dass wir uns abgewöhnt haben das Ergebnis jeder erfolgreich abgeschlossene Funktionalität zu loggen. Grundsätzlich ist das ist kein Mangel. Wir hätten sonst wieder die unendlichen Textwüsten vergangener Tage. In den wenigen vorhandenen Daten sind dann aber meistens die entscheidenden Informationen nicht vorhanden. Dabei geben die Entwickler diese (Kontext)-Informationen meistens aus. Aber aus Gründen der Performanz wird die Ausgabe unterdrückt.


    if (LOG.isEnabled(DEBUG)) {LOG.debug("Current…");}

Kontextinformation für Post-mortem-Analyse

Sinnvoll würde es sein die Kontextinformationen von debug Logausgaben für eine Post-mortem-Analyse zu bekommen.

Anmerkung

Viele Logging Systeme sind von Log4j inspiriert. Leider hat die damalige Genialität von Log4j dazu geführt, dass sich Log-Systeme seit über einem Jahrzehnt nicht wirklich weiter entwickelt haben. Daran ändert auch Logback Implementierung von Ceki Gülcü nichts.

Der Einfachheit halber verwende ich die Log4j Nomenklatur für Log-Level. Diese wird auch durch Abstraktions APIs wie commons-logging oder slf4j nachgebildet.

Dazu müssen aktuelle Logging Systeme derart erweitert werden, dass sie

  1. zu einem bestimmten Zeitpunkt mit der Aufzeichnung von debug Meldungen beginnen.
  2. aufgezeichnete debug Informationen im Fehlerfall über das Log-System ausgeben.

Der Eintrittspunkt für die Speicherung kann als Stack gespeichert werden, um den Umfang des Kontext zu erweitern oder dynamisch zu verschieben. Alternativ kann ein Name verwendet werden. Hier ist die Idee noch nicht weiter ausgereift.

Logging goes Architecture

Egal ob auf Namen basierend oder Stack orientiert, Loggen muss mit dem Ansatz etwas mehr koordiniert werden. Wo findet der Eintritt in einen Log-Kontext statt? Kontexte dürfen nicht zu eng gezogen werden, aber auch nicht zu weit auseinander liegen. Dies sind Entscheidungen, die mehr auf architektonischer Ebene getroffen werden müssen, weg vom Entwickler.

Wie weiter?

Das weiss ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Eine Herausforderung ist die Umsetzung. Sie muss in bestehende Logging Systeme eingepasst werden. Java Util Logging oder Log4j werden noch über Jahre hinaus in der Java Welt die bestehenden Logging Systeme bleiben. Um sie herum ist einfach ein zu grosses Ökosystem gewachsen. Aber zumindest die Frontend Systeme wie Apache commons-logging oder slf4j können ersetzt werden. Hier kann angesetzt werden.

Ich habe ein eigenes Maven Git Plugin für die Zimory geschrieben. Anders als das pl.project13.maven:git-commit-id-plugin Plugin benötigt es nicht in jedem Maven Projekt einen konfigurierten Pfad zum .git Verzeichnis. Es wird von uns nur in dem Master POM einmalig konfiguriert, dass war es dann. Vom Codeumfang ist es etwas schlanker als das pl.project13.maven:git-commit-id-plugin und basiert auf dem Eclipse JGit Projekt in aktueller Version. Als zusätzliches Feature lässt es den Build Prozess abbrechen, wenn das Repository aus bestimmten Gründen dirty ist. Dies soll z.B. verhindern, dass es bei einem Releasebuild lokale Änderungen gibt. Die Statusinformationen des Repositories werden in einem Property gesetzt und können z.B. in der META-INF/MANIFEST.MF Datei hinterlegt werden.

Wir schreiben zusätzlich mit Hilfe des Plugins die Revisionsnummer und das Datum der Revision, sowie den Namen des Repositories als unveränderliche Kennung in die META-INF/MANIFEST.MF Datei. Diese Informationen können mittels z.B. Logging oder JMX ausgegeben werden.

Implementierungsaufwand ca. 2 Tage.

Die besten wesentlichen Informationen ist dies, dass Sie versuchen, sehr gut zu tun, dass Obdachlosigkeit für nähern Körper und ihre helfende Hand…

Ich mach gerade wieder etwas mit DITA. Dabei werden die Lizenzen der Abhängigkeiten eines Maven Projektes ermittelt und in eine domänenspezifische XML Datei geschrieben. Diese Datei wandel ich dann mittels XSL in eine DITA reference um. Danach wird das DITA Dokument in eine Publishing Pipeline geschickt und am Ende kommen XHTML, PDF und EPUB heraus.

Leider hat die Umwandlung mittels DITA-OT (1.5.4) nicht funktioniert. Die Fehlermeldung war: null.

Sehr aussagekräftig :-(

Ich habe zig DITA-OT Versionen probiert; anstatt eine table habe ich ein properties erzeugt. Nichts ging. Das Format war in Ordnung, validieren ergab keine Probleme.

Nachdem ich schon fast hinschmeissen wollte und einen Docbook Transformator schreiben wollte, fiel mir ein Hyperlink URL auf. Der begann nicht mit http:// sondern nur mit einem Slash (/LICENSE.TXT). DITA-OT ist darüber gestolpert, wenn dies der Wert eines href Attributes im xref Element ist. Da ein solcher URL für mich keinen Sinn macht, habe ich flux einen Test eingebaut, der vorschreibt, dass ein URL mit http:// beginnen muss. Ansonsten wird keine xref erzeugt. Nach dieser Änderung lief das DITA-OT Script weiter.

Jetzt hängt es endlos beim Einlesen der DITA-OT topicpull.xsl Datei… Nächste Baustelle.


Und noch eine Unschönheit. DITA-OT scheint hart gegen den Xerces XML Parser verdongelt zu sein. Findet DITA-OT nicht die Klasse org.apache.xerces.xni.grammars.XMLGrammarPool, bricht es mit einer NoClassDefFoundError ab.

Okay, damit kann ich leben.