Gabi und Sascha
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Ich bin gerne Abends in Berlin unterwegs um Bilder zu machen. Es ist eine Herausforderung. Wenig Licht, hoher ISO Wert in der Kamera und weit offene Blende. Über 80% der Bilder sind Ausschuss. Nicht wegen des Motivs, sondern weil sie technisch ungenügend sind: unscharf oder verwackelt oder beides. Die Kamera (Olympus E-P2) ist für diese Art der Fotografie nicht gerade am besten geeignet. Allerdings ist die Kamera die Beste die ich habe. Von den 20% der Bilder, die technisch in Ordnung sind, sind dann wieder nur 20% bis 30% gut genug, um darüber nachzudenken weiter bearbeitet zu werden.

Der Ausschuss ist auch deswegen so gross, weil ich die meisten Nachtbilder ohne Stativ gemacht werden. Bei Streets hast du dafür auch gar keine Zeit. Die Menschen bleiben nicht für dein Bild stehen. Sollen sie auch nicht. Das Bild würde nicht mehr authentisch sein.

Trotzdem entstehen manchmal solch wunderbaren Bilder: Zwei Freier verhandeln mit einer Prostituierten. Aufgenommen am letzten Wochenende auf der Oranienburger Straße in Berlin. Das ganze im Gegenlicht, nur die Silhouetten sind zu erkennen. Ich hatte ausreichend Zeit auf eine solch freie Sicht zu warten. Und die drei waren so konzentriert, dass ich mit dem Nokton dicht genug heran konnte. Es wurde eine Serie aus 18 Aufnahmen, von der ich diese als Beste ausgewählt habe. Vermutlich auch, weil der Lichtstrahl hinter der Frau von ihren Augen auf den Mann geht.

[ZWEI MÄNNER UND EINE FRAU IN DER DUNKELHEIT IM GEGENLICHT. DIE FRAU TRÄGT HIGH HEELS UND ARBEITET IN DER SZENE ALS PROSTITUIERTE]
Preisverhandlung

 

… der letzten Tage:

  1. Bundeswehreinsatz im Inneren - Soldaten fürs aufsässige Volk
    Reservisten der Bundeswehr sollen die Polizei zur Aufstandsbekämpfung unterstützen dürfen. Eine erste Einheit ist nun in Bremen im Dienst.

  2. Modernisierungskonzept der Bundeswehr - Veraltete Waffen für den Krieg von morgen?
    Militärkonflikte sind heute kaum mehr zwischen-, sondern innerstaatlich.

[RAPSFELD UND HIMMEL]

 

Maschinen sind nicht kreativ. Sie können nicht kreativ sein. Sie können auch bei dem Beispiel nur ableiten ob der Massengeschmack aus der Vergangenheit den Geschmack in der Zukunft treffen könnte. Es ist keine kreative Maschine, sondern ein System zur Gewinnmaximierung musikalischer Copycats.

Das Ergebnis wird mehr musikalische Eintönigkeit sein.

Gestern habe ich Mac OS X 10.8 installiert. Update von 10.6. Dabei sind 16€ ein fairer Preis. Wie immer bei Apple, einige Dinge gehen nicht mehr. Brüche in der Abwärtskompatibilität sind zwar meistens lange angekündigt, aber ich lese mir nicht jede Enzyklika aus Cupertino durch.

Diesmal hat es erwischt:

Git
Das Kommandozeilen Tool für Git war nicht mehr da. Vermutlich habe ich Apple in der gefühlt 1 Milliarde Seiten langen Lizenzerklärung erlaubt das Tool zu löschen. Schön ist es trotzdem nicht. Aber kurz gesucht und eine Lösung gefunden. Aus dem AppStore XCode installieren (kostenlos, 1,56 GB) und dann in Preferences die Command line tools installieren (Downloads Reiter und weiter 100 MB werden auf die Platte geschaufelt. Danach geht es wieder.

Okay, ich hätte auch nur mit SourceTree und den IDE internen Werkzeugen weiter arbeiten können. Aber ich bin doch ein kleines Konsolenschwein. Trotz klickibunt Apple.

Truecrypt
Da ich alle Firmendokumente und Sourcen in einem verschlüsselten Truecrypt Container speichere, ist das natürlich besonders ärgerlich. Aber auch hier gab es Hilfe im Netz. Anstelle von MacFuse - verursacht das Problem, wird aber nicht mehr weiter entwickelt - muss Fuse for OS X installiert werden. Dabei darauf achten den MacFuse Kompatibilitätslayer mit zu installieren. Ohne diesen funktionierte auch Fuse for OS X nicht.

Sonst tut es einigermassen. Spaces wurde komplett umgebaut. Ist wohl auch schon bei 10.7 so. Meine 8 Desktopbildschirme auf der Arbeit sind davon betroffen gewesen. Und meinen Workflow muss ich umstellen. Applikationsfenster von einem Desktop auf den anderen zu schieben ist etwas umständlicher geworden. Der halbtransparente xterm Hintergrund hatte plötzlich einen unschönen blur Effekt. Das kann aber wieder abgestellt werden, so dass ich beim Fenster im Vordergrund sehe, was im Hintergrund passiert. Nützlich bei längeren Compilerläufen.

Skype (5.0.0 irgendwas) frisst jetzt permanent 17% Systemressourcen. Das ist ordentlich viel. Werde wohl mal die neueste Version installieren.

Unschön ist auch, dass Programme, die nicht aus dem AppStore oder dem iTunes Store laden werden, nicht einfach ausgeführt werden können. Das muss erst in den Einstellungen (Sicherheit→Allgemein) explizit erlaubt werden. Ich sehe es schon kommen, irgendwann in einer der nächsten Versionen, wird diese Möglichkeit fehlen. Dann ist Apple endgültig zu Software und Content Gulag geworden und ich werde raus sein.

Und wenn ihr euch jetzt Fragt, warum installiert sich der Typ auch eine Nullnummer? Weil's geht :) Nein, im Ernst, ich muss was mit Java 7 machen und das funktioniert nicht mit 10.6.

Alle anderen Tools und Spiele scheinen zu funktionieren.

Nachtrag: Skype 5.8.irgendwas geht besser mit den Ressourcen um. Permanent zwischen 0.5% und 0,8%. Dafür kann ich keine Favoriten in den Findereinstellungen anwählen. Also, anwählen schon, sie werden vom System aber sofort wieder abgewählt :(