Gabi und Sascha
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Da schreibt Heise das es eine neue Allianz für Internet for Everythings gibt. Oder zumindest das Internet der Dinge weiter vorantreiben will. Ich verfolge das Gerede darüber seit ein paar Jahren. Das Problem des Internet of Everything ist der IP Stack. Solange kleine Geräte eine Dual Stack aus IPv4 und IPv6 benötigen wird das eher zäh werden. Das Internet der Dinge wird sich erst durchsetzen wenn sich abzeichnet ob der Krüppel IPv4 sich durchsetzt oder das modernere IPv6. Zu teuer ist es Ressourcen für beide Protokollarten auf Microcontroller und Kleinstcomputern vor zu halten. Bei diesen Geräten geht es um Centbeträge, damit sie am Markt erfolgreich sind. 10 Cent mehr bei 100.000 verkauften Geräten sind dann mal eben Mehr­kosten von 10.000 Euro. Deswegen werden die Hersteller solcher Geräte nur das eine oder das andere Protokoll implementieren.

Auch muss die Langlebigkeit solcher Geräte bedacht werden. Waschmaschinen, Toaster, Kühlschränke, Türschlösser, Mikrowellengeräte, Radios usw. haben Lebenszeiten von 10 und mehr Jahren - wir haben hier einen über 25 Jahre alten Weltempfänger als UKW Radio am Start. In dieser Zeitspanne muss das Protokoll stabil sein.

Beim Internet der Dinge ist die IP Version also noch viel wichtiger als beim normalen DSL Anschluss. Und schon beim DSL Einsatz ist die IPv6 Verwendung noch sehr überschaubar. Trotz des Mangels an IPv4 Adressen.