Gabi und Sascha
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[DER AUFGEHENDE MOND ÜBER HÄUSERN. DAS BILD IST LEICHT ÜBERBELICHTET, SO DASS DER MOND SEHR HELL, WIE DIE SONNE LEUCHTET. MEHR IN ERKLÄRUNG ZUM BILD]
Hintergrund
Mondaufgang? Wie soll denn das gehen?

Das Bild ist etwas verworren. Und es stellt tat­sächlich einen Mond­auf­gang dar. Es wurde 60 Sekun­den lang be­lich­tet und dann in Adobe Light­room 5 mit dem mit­ge­lie­fer­ten Preset "Cross­entwick­lung 2" bear­beitet. Dadurch ent­stand der blaue Him­mel und der gelbe Mond, der den Ein­druck hin­ter­lässt, als handele es sich um die Sonne. Die Strahlen um den Mond ent­stan­den durch die lange Be­lich­tungs­zeit mit dem Voigt­länder Nokton 25mm f0.95 bei Blende 5,6. Durch die hell er­leuch­teten Fen­ster und den falsch aus­sehen­den Schat­ten im Vor­der­grund (dunkles Dach bei gleis­sen­dem Son­nen­licht und helle Back­stein­mauer der Sonne abge­wand­ten Seite) ent­steht aus meiner Sicht ein ver­wi­rren­der Ein­druck des Bildes.

Das Bild wurde nach der Light­room 5 Ent­wick­lung mit Topaz DeNoise 5 stark ent­rauscht. Zu­vor wur­den noch Licht­strei­fen von Flug­zeu­gen und Satel­liten weg­ge­stempelt.

Und hier noch die Originalaufnahme aus der Kamera:

[DER AUFGEHENDE MOND ÜBER HÄUSERN.]
Moonrise over Lichtenberg - Originalaufnahme

Im Fall Edathy be­gründet der leitende Staats­anwalt die Er­mitt­lung und Haus­durch­suchung da­mit, dass es Er­fah­rungen gibt, das je­mand der le­gale Bil­der von Kin­dern gekauft hat wohl auch Kin­der­porno­graphie kon­su­miert. Der Staats­an­walt bemüht also die Sta­tistik, denn nichts an­deres sind Er­fah­rungen, um einen An­fangs­ver­dacht zu be­grün­den, den es bei legalen Hand­lungen nicht geben kann.

Die Logik: legale, aber moralisch frag­wür­dige Hand­lung, führt auto­matisch zu ei­nem An­fangs­ver­dacht. Dies hebt das ganze Rechts­system aus den An­geln. So könnte bei­spiels­weise je­mand der ins Wett­büro geht und auf Fuss­ball­spiele wettet der Wett­mafia an­ge­hö­ren – er­mit­teln. Oder je­mand schaut sich auf Red­tube einen real teens Film an – po­tent­iel­ler Kin­der­porno­kon­sument. Er­mitteln. Und wenn dann erst ein­mal ermittelt wird muss natür­lich auch etwas ge­fun­den wer­den. Und wenn nichts ge­fun­den wird, dann heisst es: der war zu schlau und hat die Be­weise recht­zei­tig ver­nich­tet.

Bei Wetten mag das noch unpro­ble­ma­tisch sein. Bei Kin­der­porno­gra­phie ist es das nicht mehr. Wer ein­mal das Stig­mata an sich hat, der wird es nicht mehr los. Edathy ist ge­sell­schaft­lich er­ledigt. Ob er nun irgend­wann schul­dig ge­sprochen wird oder das Ver­fahren ein­ge­stellt wird. Er kommt aus der Num­mer nicht mehr heraus. Weil ein Staats­anwalt an Sta­tisti­ken glaubt und ihnen und seinen ei­ge­nen Mo­ral­vor­stel­lungen grös­sere Re­le­vanz bei­misst als den Fak­ten.

Mit dem Olympus 60mm f2.8 Macro kann man sehr viel Spass haben. Aller­dings nicht gerade in extre­men Si­tua­tionen die nichts mit der Makro­foto­grafie zu tun haben.

Ich war mit dem Objektiv ein paar mal Nachts unterwegs. Die Kamera auf einen hohen ISO Wert ein­ge­stellt und die Blende weit offen im A Modus. Den Fokus­be­grenzer des Objektivs auf 0,4m bis ∞ ein­gestellt.

In einer solchen Situation ist es Glückssache, dass der Auto­fokus trifft. Sehr oft pumpt das Objektiv am kurzen Ende (0,4m) und irgend­wann gibt die Kamera auf. Es geht etwas besser, wenn ein Fokus­punkt gesetzt wird. Trotz­dem sind keine Wun­der zu erwarten.

[SCHWARZWEISS - PERSON MIT REGENSCHIRM STEHT AN EINER STRAßENBAHNHALTESTELLE UND WENDET DER KAMERA DEN RÜCKEN ZU. NEBEN DEM MANN IST EIN MÜLLEIMER ZU SEHEN. ES REGNET]

Ebenso hat das Objektiv Pro­bleme an der Olympus OMD E-M1 wenn die Kamera im Continuous Auto­focus plus Tracking (C-AF+TR) Modus ist. Über den Modus hatte ich hier schon etwas ge­schrie­ben. Kamera und Objektiv sind sehr lang­sam. Es können bis zu 2 Sekun­den vergehen, bis die Kamera den Fokus auf das Objekt gesetzt hat und aus­löst. Und auch der Tracking­modus ist dann sehr lang­sam. Im P Modus ist die Kom­bi­na­tion über­haupt nicht zu ge­brau­chen, im A Modus mit etwas ge­schlos­sener Blende geht es etwas besser.

Bei einem 60mm Micro Four Third Objektiv muss auch immer be­dacht werden, dass der Ab­stand zum Objekt mit­unter grösser ist. Das hat zur Folge, dass immer wie­der an­dere Dinge in das Bild hinein geraten und das Tracking der Kamera durch­einan­der brin­gen. Gerade in beleb­teren inner­städt­ischen Ge­bieten gilt dies zu berück­sich­tigen.

[FAHRRADFAHRER IM STRAßENVERKEHR MIT STARKER BEWEGUNGSUNSCHÄRFE DER UMGEBUNG.]

Bei meinen weiteren Versuchen mit dem C-AF+TR Modus wer­de ich wie­der das M.Zuiko 45mm f1.8 einsetzen. Auch Nachts mehr das 45mm, wenn nicht das Nokton zum Ein­satz kommt.

Seit knapp 2 Monaten habe ich mit der Olympus OMD E-M1 (wer denkt sich ei­gent­lich solche Pro­dukt­namen aus?) ein neues Spiel­zeug. Schnell ist sie und die Bilder bis ISO 1600 sind ohne Pro­bleme. Bis ISO 3200 geht es auch noch. Darüber wird das Rauschen unschön. Diese Woche habe ich dann erstmal den Continuous Autofocus plus Tracking (C-AF+TR) Modus auf der Straße foto­grafiert.

Ist der Modus eingestellt, dann wird mit halb herunter gedrückten Aus­löser auf ein Motiv scharf gestellt. Die Kamera folgt dem Motiv so gut sie es eben kann - und sie kann es für mich gut genug. Wird der Aus­löser durch­ge­drückt wird das Objekt im Fokus scharf ab­ge­bildet. Ist der Aus­löse­modus dann auch noch auf Sequentiell gestellt kann eine ganze Bilder­reihe mit dem sich be­we­gen­den Objekt ge­schos­sen werden.

Bei dem Bild unten habe ich dieses Vor­gehen an­ge­wen­det. Dabei habe ich den Fokus­punkt über den Touch­screen des Kamera­bild­schirms mit dem Fin­ger fest­gelegt. Dann muss auch nicht der Aus­löser halb durch­ge­drückt wer­den, sondern die Kamera folgt dem Objekt au­to­matisch. Als die Frau dann vom Brief­kasten hinter dem Ver­teiler­kasten auf der rechten Seite los­ge­lau­fen ist habe ich den Aus­löser durch­ge­drückt. Ein Reihe aus 30 Bildern wurde auf­ge­nom­men. Aus der Reihe habe ich dann dieses Bild aus­gewählt. Auf je­dem der Bilder war die Frau scharf ab­ge­bildet.

[FRAU MIT EINER ZIGARETTE IM MUND GEHT AUF EINEM BÜRGERSTEIG ENTLANG. DIE HAUSFASSADE NEBEN IHR IST MIT PLAKATEN UND GRAFFITI ÜBERSÄT.

Tipp: wenn ich nicht über den Bildschirm und dem Touchscreen fokusiere, habe ich im C-AF+TR Modus einen ein­zel­nen Fo­kus­punkt ein­ge­stellt. Halb durch­drücken des Aus­lösers und dann das Bild kom­po­nieren. Die Kamera folgt ja dem Objekt :-)

English version
For almost 2 months I’ve been using the Olympus OMD E-M1 (who the fuck creates such product names?) now. It’s a very fast camera and the images up to ISO 1600 are without problems. Up to ISO 3200 it is also okay. Furthermore, the noise is unpleasant. This week I then first photographed with the Continuous Autofocus plus Tracking (C-AF+TR) mode during street photography session.

If the mode is set, is armed with half depressed shutter release on a subject. The camera will track the subject as best as it can - and the camera can do it well enough for me. When the trigger is full pressed the subject in focus is sharp. If the release mode then also set to Sequential mode, a whole series of images is shot with the moving object.

In the image above I have used this approach. And I’ve set the focus point on the touch screen of the camera screen with me finger. Then not even the trigger has to be half depressed, but the camera will automatically follow the subject. When the woman is then started walking from the mailbox behind the junction box on the right side I have full pressed the shutter button. A series of 30 images was captured. From the series , I then selected this file. On each of the images the woman was sharp.

Tip: if I do not focusing with the touchscreen, I set a single focal point in the C-AF+TR mode. By half pressing the shutter button on the subject of interest and then compose the image. No problem, cause the camera followed the focused subject.

Heute morgen ist der G-Porter GP-102+ gekommen. Ein GPS Logger, Po­si­tions­anzei­ger mit ei­ni­gen wei­teren Funk­tionen. Diese Funk­tionen sind Kom­pass, Ther­mo­meter, Baro­meter, Wasser­waage und ein Schritt­zähler. Bis auf dem Kom­pass nicht wirk­lich span­nend für mich. Ich werde das Gerät haupt­säch­lich zum Tracken beim Foto­gra­fieren ver­wen­den.

Auspacken und einschalten

Der GP-102+ wird mit einem USB Kabel und einem eu­phe­mis­tisch Be­die­nungs­an­lei­tung ge­nan­nten Wasch­zettel in Deutsch, Englisch, Chi­ne­sisch und Ja­pa­nisch ge­lie­fert. Im we­sent­lichen geht es dort um die Grund­be­die­nung der Tas­ten - rechts: vor­wärts; links: zu­rück; kurz drücken: blättern; lange drücken: aus­wählen - Hin­wei­sen zum Akku und Links zur ei­gent­lichen Be­die­nungs­an­lei­tung. Die habe ich mir nicht runter ge­laden, da das Gerät für meine Be­dürf­nisse selbst­er­klär­end ist.

[G-PORTER GP 102+ AUF MAC BOOK TASTATUR]
G-Porter GP-102+ auf Macbook Tastatur

Das Gerät wird durch längeres drücken auf die Rechte der beiden Tasten ein­ge­schal­tet. Nach ein paar Se­kun­den mel­det sich der Ein­schalt­bild­schirm. Da das Gerät zum er­sten Mal an­ge­schal­tet ist, wollte es gleich die Po­si­tion be­stim­men. Also raus auf den Bal­kon. Nach 30 Se­kun­den hat­te es 4 Sa­tel­li­ten und die Posi­tion. Das war durch­aus be­ein­druck­end, was der SiRF Star IV da ab­ge­lie­fert hat. Und noch was an­de­res ist durch­aus po­si­tiv zu er­wähnen, da es noch lange nicht Stan­dard ist: der Akku war voll­stän­dig ge­la­den.

Ich bin dann noch kurz in die Settings (er­kenn­bar an den Schrau­ben­schlüs­sel Symbol) und habe kon­trol­liert was die Log­ein­stel­lung ist. Default ist eine Auf­zeich­nung alle 5 Se­kun­den. Für das was ich brauche voll­kom­men aus­rei­chend.

1. Ausflug vorbereiten - Zeit synchronisieren

Alles klar für den ersten Ausflug. Also Zeit des GP-102+ mit der Kamera Zeit syn­chro­nisiert. Und hier der erste Punkt an den ich nicht ge­dacht hat­te. An der Kamera (Olympus OMD E-M1) kann nicht se­kunden­genau ein­ge­stellt wer­den, son­dern nur mi­nu­ten­ge­nau. Zwar werde ich mich zwar auf der Straße nicht allzu schnell be­we­gen, aber eine Ab­wei­chung von maximal 59 Se­kun­den kann schon eine grös­sere Dis­tanz werden.

Nach ein paar Tests habe ich dann aber fest­ge­stellt, dass in der Kamera die Se­kun­de auf Null ge­setzt wird wenn der OK Knopf in der Zeit­ein­stel­lung ge­drückt wird. Um dies zu er­mit­teln habe ich mehr­fach die Uhr­zeit ver­än­dert und so­fort aus­ge­löst, nach­dem ich OK ge­drückt hat­te. Dann die Exif-Da­ten der ge­mach­ten Bil­der aus­ge­lesen und ge­se­hen, dass die Se­kun­den im Zeit­stem­pel immer auf Null oder Eins waren. Kamera und G-Porter wur­den nun syn­chro­nisiert, in­dem ich war­tete bis auf der Uhr des G-Porter 102+ die Mi­nuten­anzei­ge um­ge­sprun­gen ist und im gleichen Augen­blick habe ich an der Kamera OK gedrückt. Jetzt ist die Ab­weichung in Ordnung.

Aufzeichnung beginnen

Der Logger beginnt mit der Auf­zeich­nung, wenn in der Seite mit dem Fahr­rad z.B. das lau­fen­de Männ­chen Sym­bol aus­ge­wählt wird. Um dort hin zu ge­langen immer auf dem je­weiligen Symbol einige Se­kunden die rechte Taste ge­drückt hal­ten. Es er­scheint ein Menu, welches aktuelle Werte an­zeigt (Ent­fer­nung, Dauer und durch­schnitt­liche Ge­schwin­dig­keit). Noch ein­mal länger die rechte Taste ge­drückt hal­ten und es er­scheint ein Dialog mit dem der Log-Vor­gang wieder ab­geschal­tet wer­den kann.

Daten auslesen

Ich habe dann heute eine Fototour durch Friedrichshain gemacht. Den Track könnt ihr euch hier an­schau­en.

Wieder zu Hause den G-Porter 102+ mit dem USB Kabel am Mac an­ge­schlos­sen. Nach ein paar Se­kun­den wird das Gerät als Mas­sen­spei­cher er­kannt und ge­moun­tet. Im Ordner GP-102/Activities/ lag eine Datei 001.fit. Das fit steht für Flexible and Inter­operable Data Trans­fer protocol. Mehr dazu hier.

[TRACK DURCH FRIEDRICHSHAIN]

fit to GPX

Ich brauche die Daten allerdings im GPX Format. Kein Problem. GPS Babel in­stal­liert und… Fehler­mel­dung.

GPS Babel in der Version 1.4.4 meldet das Folgende:


  gpx,suppresswhite=0,logpoint=0,humminbirdextensions=1,garminextensions=1 -F /Users/sascha/1.gpx
  GPSBabel Version: 1.4.4 
  fit: header len=60
  fit: Unsupported protocol version 3.15

  Fehler beim Aufruf von gpsbabel: Prozess endete mit code 1

Oops… Das hatte ich natürlich nicht erwartet :-( Kurz im Web gesucht und GPSsies gefunden. Dort können fit Dateien in das GPX Format um­ge­wan­delt wer­den. Schrei­ben sie. Also fit hoch­ge­la­den und tat­säch­lich, es kommt eine brauch­bare GPX Datei zurück.

Tracks in Lightroom

Dann habe ich Lightroom 5 gestartet und die Bilder der Tour importiert. Im nächsten Schritt im Karten Modul den Track­log als GPX Datei ge­laden. Dann noch schnell die Bilder aus­wäh­len und Fotos au­to­ma­tisch taggen. Und siehe da: es ging. Aller­dings waren die Po­si­tio­nen nicht plau­sibel. Ich hatte über­sehen, dass die GPX Daten als Zeit­stempel Zulu-Zeit ha­ben (UTC, DTG Z). Ich be­finde mich aber in Berlin (UTC+1). Also GPS Daten noch ein­mal aus den Bil­dern lö­schen und Zeit­zonen­ver­schie­bung in Light­room auf -1 setzen. Dann noch ein­mal Fotos auto­ma­tisch taggen. Jetzt war das Er­geb­nis wie er­war­tet.

Fazit

Bis auf die Probleme mit der Zeiteinstellung in der Kamera, bei der fit Um­wand­lung und der Zulu-Zeit ei­gent­lich alles ziem­lich simpel. Aller­dings muss ich dazu schrei­ben, dass ich schon ei­nige Vor­kennt­nisse im GPS tracken durch die Mit­ar­beit im Openstreetmap Pro­jekt - vor ei­ni­gen Jahren - habe. Aber auch ohne diese Vor­kennt­nisse sind die klei­ne­ren Pro­ble­me durch An­fän­ger schnell zu lösen.

Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen den G-Porter GP-102+ noch weiter testen, bevor es Mitte März ernst wird. Sollte es doch noch un­er­war­tete Pro­bleme ge­ben, werde ich das hier an­hängen.