Gabi und Sascha
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[FRAUEN VOR SEE-CONTAINERN UND ÖLFÄSSERN VOR EINEM DRAMATISCHEN WOLKENBILD]Berlin, Friedrichshain
 

Kurze Antwort: Nein.

Längere Antwort: Story Points machen keinen Sinn, weil sich in Scrum die Grundlage von Sprint zu Sprint ändert. Story Points sind wie Schulnoten, die Entwickler des Scrum Develpment Team vergeben. Zwar soll es innerhalb des Development Teams einen Konsens über die Story Point Bewertung geben, trotzdem kann jeder Entwickler eine User Story unterschiedlich bewerten. Es hängt von seinem Wissen und seiner Erfahrung ab. Deswegen gibt es im Planing Meeting den Scrum Poker.

Auch weggehende oder neu hinzukommende Teammitglieder verändern die Velocity in einem Scrum Development Team.

Die jeweiligen Verschiebungen können nur minimal sein. Über einen längeren Zeitraum aber kommt es unweigerlich zu Verschiebungen, welche Story Points als solche wertlos für ein Unternehmen machen.

Wann Story Points als sich Kennzahl eignen

Und trotzdem eignen sich Story Points, wenn z.B. die Abweichung zugesagter (commited) zu erreichten (achieved) Story Points über einen längeren Zeitraum gemessen wird. Diese Relation sagt etwas über die Schätzgenauigkeit des Teams aus. Und diese Schätzgenauigkeit muss ständig verbessert werden. Wird sie schlechter, dann muss geprüft werden warum dies der Fall ist. So kann zum Beispiel die Beschreibung der User Stories schlechter werden - wie messe ich die Qualität der User Stories sonst? Oder aber das Team wird durch hohe Mitarbeiterfluktuation schlechter, die Dauer eines Sprint hat sich verändert (verlängert), es kommen zu viele Bugs rein usw.

Vollkommen ungeeignete Kennzahlen

Vollkommen ungeeignet als langfristige Kennzahl sind die durchschnittlich erreichten Story Points der Sprints über einen Zeitraum X. Dabei wird beispielsweise der Durchschnitt der Story Points über 6 Sprints ermittelt. Nach dem nächsten Sprint wird der Durchschnittswert dann mit dem Durschnittswert des vorhergehenden Durchschnittswert verglichen und so eine Steigerung oder ein abfallen ermittelt. Bereits durch das Planing Poker sind die Story Points eines Sprints schon Durchschnittswerte. Wird aus der Menge der Durchschnittstwerte wiederum der Durchschnitt berechnet, dann ist die Kennzahl am Ende nur noch ein Durchschnittsbrei. Erschwerend kommt hinzu das Einflüsse auf das Team - z.b. Mitarbeiter- oder Zeitveränderungen - nicht berücksichtigt werden.

Zusammenfassung

Story Points eigenen sich nur sehr begrenzt als längerfristige Kennzahl in Scrum. Als Durchschnittswert sind sie vollkommen ungeeignet. In Relation von committed vs achieved Story Points können sie geeignet sein.

Menschen müssen direkt miteinander reden. Deswegen habe ich keine fundamentalen Probleme mit dem G7 Treffen in Bayern. Dennoch gibt es ein paar Dinge die mich ankotzen.

Platt ausgedrückt ist der G7 Gipfel in Elmau ein 2 Tagetrip mit Vollpension inklusiv Bergblick für 360 Millionen Euro.

Ein grosser Teil des Geldes fliesst auch in das Sicherheitsaufgebot. Und da fangen meine Bauchkrämpfe an. Wenn derartig viel Sicherheit nötig ist, dann scheinen die anwesenden Politiker und ihre Vorgänger grundsätzliche Dinge falsch gemacht zu haben. Würde die Politik einigermassen mit dem Willen der Beherschten übereinstimmen, so würde der Sicherheitsaufwand erheblich geringer sein.

Insofern ist zeigt der Gipfel sehr schön und plakativ, wie weit sich die demokratischen Führer und das System von der Demokratie entfernt haben.

Das es am Rande zu Ausschreitungen kommen wird - nach allem was wir aus der Vergangenheit erfahren haben auch provoziert von der Exekutive - ist so sicher wie die mageren Ergebnisse, die solche Gipfeltreffen erreichen.