Gabi und Sascha
Kategorien : Alle | Berlin | Bücher | Fotografie | Java | Linkhalde | Weichware | Verfassung
Über den fairen Umgang mit Creative Commons Bildern

["FUCK YOU" ALS GELBES GRAFFITI AUF SCHWARZEM HINTERGRUND] Irgendwann ist der Spass zu Ende. Dann wird abgemahnt. Bei mir war es im letzten Monat soweit. Ich fand einige meiner Bilder, bei denen keine Lizenzangaben gemacht wurden, im Web.

Ich stelle grundsätzlich alle nicht privaten Bilder unter einer Creative Commons Lizenz bereit. Und die Bedingungen der Lizenz sind eigentlich ganz simpel: mach mit dem Bild was du willst, aber: gib den Urheber an (mich), den Titel des Bildes und die Lizenz - mit Link - damit Betrachter des Bildes wissen, dass sie das Bild ohne Probleme weiter verwenden können. Warum ich das mache habe ich früher einmal ausführlicher in Lizenz von Bildern in Foto Communities beschrieben. Ich finde diese Bedingungen der Creative Commons Lizenz nur fair. Immerhin muss der Verwender der Bilder keine Lizenzgebühren an Bildagenturen zahlen - bei denen er normalerweise auch die Quelle des Bildes angeben muss.

Die Suche nach meinen Bildern im Web ist einfach. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Suche nach "Sascha Kohlmann" flickr bei Google.
  2. Auch Google, über die Bildersuche. Bild hochladen und sehen was Google als Treffer rauswirft.

[CREATIVE COMMONS LOGO] Die erste Art der Suche ist eher eine Ego-Suche. Du guckst wie viele Treffer es gibt, machmal schaust du dir an wer es verwendet. Durch die Suchanfrage ergibt sich meistens schon, dass rudimentärste Anforderungen erfüllt sind. Manchmal fehlt der Link zur Lizenz, dann steht da nur die Abkürzung (CC-BY-SA X.0). Da drücke ich dann ein Auge zu - nicht wahr, Zeit Online. Manchmal fehlt die komplette Angabe zur Lizenz. Da wird es dann schon kniffeliger. Meistens denke ich mir: lohnt sich nicht da was zu machen. Nicht der Aufwand für mich und nicht das Ergebnis. Vielleicht würde ich Bewusstsein schaffen, vielleicht auch nicht. Ein paarmal bin ich deswegen aufs übelste bepöbelt worden. Aber… ärgerlich ist es schon.

Kein Verständnis bringe ich mehr für diejenigen auf, die gar keine Angaben machen - und die nur durch die 2. Methode aufgespürt werden können. Die schreibe ich auch nicht mehr persönlich an und lasse mich in den Antworten bepöbeln. Die bekommen ab jetzt Post von Nele. Schadenersatz, Vertragsstrafe und Kostenrechnung, keine Samthandschuhe mehr. Dabei behalte ich den Schadensersatz nicht komplett für mich. Ein Drittel der Schadensersatzsumme geht an die Creative Commons zur Unterstützung ihrer Arbeit. Ich will nach wie vor kein Geld mit meinen Bildern verdienen.

Ich will nur das mit den Bildern fair umgegangen wird.