Gabi und Sascha
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[FRAU (TÜRKISCH STÄMMIG) HÄNGT WÄSCHE IM HOF AUF]
[BLÄTTER IN HERBSTFARBEN AUF BODEN MIT RAUREIF BEDECKT]
[KINDER SPIELEN IN "LA CALETA" AUF TENERIFFA VOLLEYBALL AUF EINEM PLATZ VOR HÄUSERN. EIN MÄDCHEN RENNT DYNAMISCH DEM BALL HINTERHER UND VERSUCHT IHN ZU BAGGERN.]
 
[EINE DUNKELHAARIGE FRAU STEHT AN EINER MAUER (BERLINER MAUAER - EAST SIDE GALERY) UND ZÜNDET SICH EINE ZIGARETTE AN. DABEI BEUGT SIE SICH VOR UND HAT IHR LINKES BEIN AN DIE WAND GEWINKELT.]
 
[EIN MANN STEHT VOR EINEM KIOSK UND SCHEINT ETWAS ZU KAUFEN. DER KIOSK HAT KEINE EINGANGSTÜR, SONDERN NUR EINE KLEINE VERKAUFSLUKE. ÜBER DER VERKAUFSLUKE STEHT HANDGESCHRIEBEN: "VERKAUF HIER"]
 
[7 ENTEN HÄNGEN AN SPIESSEN IN EINEM FENSTER. IM HINTERGRUND SIND ASIATISCHE KÖCHE AM ARBEITEN. AUFGENOMMEN DURCH EINE SCHEIBE IN EINE RESTAURANTKÜCHE NAHE MUSEUMSINSEL (BERLIN).]
 
[ZWEI MÄNNER (ETWAS MASSIGER) STEHEN MIT DEM RÜCKEN ZUM FOTOGRAFEN AN EINEM GELÄNDER. JEWEIL DAS RECHTE UND DAS LINKE BEIN STEHEN AUF DER BRÜSTUNG. IN DER MITTE ZWISCHEN DEN MÄNNERN HÄNGT EIN RETTUNGSRING. IHRE OBERKÖRPER SIND FREI. SCHWARZWEISS.]Männer
 
Über den fairen Umgang mit Creative Commons Bildern

["FUCK YOU" ALS GELBES GRAFFITI AUF SCHWARZEM HINTERGRUND] Irgendwann ist der Spass zu Ende. Dann wird abgemahnt. Bei mir war es im letzten Monat soweit. Ich fand einige meiner Bilder, bei denen keine Lizenzangaben gemacht wurden, im Web.

Ich stelle grundsätzlich alle nicht privaten Bilder unter einer Creative Commons Lizenz bereit. Und die Bedingungen der Lizenz sind eigentlich ganz simpel: mach mit dem Bild was du willst, aber: gib den Urheber an (mich), den Titel des Bildes und die Lizenz - mit Link - damit Betrachter des Bildes wissen, dass sie das Bild ohne Probleme weiter verwenden können. Warum ich das mache habe ich früher einmal ausführlicher in Lizenz von Bildern in Foto Communities beschrieben. Ich finde diese Bedingungen der Creative Commons Lizenz nur fair. Immerhin muss der Verwender der Bilder keine Lizenzgebühren an Bildagenturen zahlen - bei denen er normalerweise auch die Quelle des Bildes angeben muss.

Die Suche nach meinen Bildern im Web ist einfach. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Suche nach "Sascha Kohlmann" flickr bei Google.
  2. Auch Google, über die Bildersuche. Bild hochladen und sehen was Google als Treffer rauswirft.

[CREATIVE COMMONS LOGO] Die erste Art der Suche ist eher eine Ego-Suche. Du guckst wie viele Treffer es gibt, machmal schaust du dir an wer es verwendet. Durch die Suchanfrage ergibt sich meistens schon, dass rudimentärste Anforderungen erfüllt sind. Manchmal fehlt der Link zur Lizenz, dann steht da nur die Abkürzung (CC-BY-SA X.0). Da drücke ich dann ein Auge zu - nicht wahr, Zeit Online. Manchmal fehlt die komplette Angabe zur Lizenz. Da wird es dann schon kniffeliger. Meistens denke ich mir: lohnt sich nicht da was zu machen. Nicht der Aufwand für mich und nicht das Ergebnis. Vielleicht würde ich Bewusstsein schaffen, vielleicht auch nicht. Ein paarmal bin ich deswegen aufs übelste bepöbelt worden. Aber… ärgerlich ist es schon.

Kein Verständnis bringe ich mehr für diejenigen auf, die gar keine Angaben machen - und die nur durch die 2. Methode aufgespürt werden können. Die schreibe ich auch nicht mehr persönlich an und lasse mich in den Antworten bepöbeln. Die bekommen ab jetzt Post von Nele. Schadenersatz, Vertragsstrafe und Kostenrechnung, keine Samthandschuhe mehr. Dabei behalte ich den Schadensersatz nicht komplett für mich. Ein Drittel der Schadensersatzsumme geht an die Creative Commons zur Unterstützung ihrer Arbeit. Ich will nach wie vor kein Geld mit meinen Bildern verdienen.

Ich will nur das mit den Bildern fair umgegangen wird.

[OBDACHLOSER MANN SCHLÄFT MIT SEINEN HABSELIGKEITEN UNTER DEM GRAFFITI EINER ATHENER EULE.]Athen, Griechenland
 
[FRAUEN VOR SEE-CONTAINERN UND ÖLFÄSSERN VOR EINEM DRAMATISCHEN WOLKENBILD]Berlin, Friedrichshain
 
[EIN MANN MIT EINEM BART SCHAUT HINTER EINER FAHRRADAMPEL IN RICHTUNG FAHRRADFAHRER. DABEI WIRD SEIN GESICHT VON DM MIT ZETTEL ÜBERKLEBTEN AMPELMAST VERDECKT UND NUR EIN AUFGE IST ZU SEHEN. BILD IN SCHWARZWEISS, NACHTFOTO]U-Bahnhof Eberswalder Straße, Berlin
 

Die Featured Motte hatte die Marke von 25 Millionen Views durchbrochen.
Genau: sie ist gerade bei 25.021.999 Views. Sehr geil!

Nach überschreiten der 10 Millionen Grenze im Juli 2014 kommen zur Zeit ca. 50.000 Views am Tag hinzu. Irgendwann Ende 2016 müsste dann das nächste Ziel - wenn nichts dazwischen kommt - erreicht werden: 50 Millionen Views :)

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
Oleanderschwärmer
Visualisierungen der Zugriffszahlen
[KURVE ÜBER DIE VIEWS VOM 2012-09-06 BIS 2015-04-10]
Views total vom 2012-09-06 bis 2015-04-10

Erklärung für die nicht allzu spitzen Kurvenausschläge: ich habe nicht jeden Tag gemessen. Zur Zeit messe ich einmal im Monat.

[KURVE ÜBER DIE VIEWS PRO TAG VOM 2012-09-06 BIS 2015-04-10]
Views pro Tag vom 2012-09-06 bis 2015-04-10

Die Zugriffsstatistik als PDF Dokument.

[KÜSSENDES PAAR VOR PHOTOAUTOMAT]
 
[ZWEI MENSCHEN SITZEN IN EINER ECKE AN EINEM HAUSEINGANG UND UMARMEN SICH. AN DER GLASSCHEIBE NEBEN DEM PAAR STEHT DER SCHRIFTZUG "WILLKOMMEN". HINTER DEM PAAR LIEGT EINE REISETASCHE.]
 
[EINE FRAU FÄHRT AUF EINEM FAHRRAD AN EINER GRUPPE HALTENDER AUTOS AN EINER AMPEL VORBEI. DIE BELEUCHTUNG DER DÄMMERUNG UND DER STADT MACHEN DAS BILD SEHR BUNT]
Woman on Bike in front of Cars
Hintergrund
In den lezten Monaten habe ich das Mitziehen der Kamera bei längeren Belichtungen verstärkt geübt. Und die Extremsituationen wurden… extremer. Dieses Bild entstand im Sommer 2014 am Ende der Dämmerung in Berlin an der Warschauer Straße. Ich habe in einer Stunde knapp 300 Aufnahmen gemacht. Dieses ist das einzige Bild was gut geworden ist.

Die Kamera war im Continuous Auto­focus plus Tracking (C-AF+TR) Modus. Der Modus ist an den Olympus Kameras erst seit der Olympus OMD EM-1 einigermassen zu gebrauchen. Trotzdem gibt es bei der Aufnahme noch Probleme. Der Bildstabilisator muss ausgeschaltet werden, damit nicht zu viele vertikale Streifen entstehen. Bei späteren Bildern habe ich den Stabi ausgeschaltet und der Fluss der Lichter ist harmonischer.

[MENSCHEN GEHEN NACHTS EINE TREPPE AN EINEM U-BAHNHOF HINUNTER UND STRÖMEN AUSEINANDER. DER U-BAHNHOF IST AUF EINEM VIADUKT GEBAUT UND MENSCHENMASSEN SIND HINTER VERGITTERTEN SCHEIBEN ZU SEHEN. SCHWARZWEISS
U-Bahnhof Eberswalder Straße
 
[KOHLWEIßLING RAUPE ALS ~1:1 AUF MICRO FOUR THIRDS SENSOR
~1:1 auf Micro Four Thirds Sensor. Stack aus 19 Aufnahmen mit Helicon Focus 4.2.8.
 

Vor ein paar Wochen war ich mit Jürgen auf Fototour. Wir haben beide ein Micro Four Thirds (MFT) Kamera System, aber ein unterschiedliches Objektivsetup. Was lag also nähr, als bei der Tour die Objektive wild zu tauschen. Am meisten Spass hatte ich mit dem 9mm Fisheye Objektiv. Das Objektiv ist eine sogenannte Body Cap Linse. Das heisst, sie ist kaum dicker als eine Standardverschluss für das Bajonett, wenn keine Linse angeflanscht ist.

Das 9mm hat einen Bildwinkel von knapp 140°. Der Bildwinkel in Kombination mit der Dicke führte gleich zum ersten Lerneffekt: Finger nicht um den Griffwulst der E-M1 legen. Sie sind sonst unweigerlich auf dem Bild. Zweiter Lerneffekt: Wenn du Straßenfotografie machen willst musst du noch dichter ans Objekt heran. Das führte bei mir am Anfang dann zu einigen unfreiwilligen und komischen Kollisionen.

[EIN MANN UND EINE FRAU STEHEN AUF EINER VERKEHRSINSEL VOR EINER VORBEIFAHRENDEN STRAßENBAHN UND UNTERHALTEN SICH.]
Mann und Frau vor Tram

Für Straßenbilder muss der ISO Wert der Kamera recht hoch gezogen werden. Auf der Tour hatte es immer wieder geregnet und somit gab es keinen hellen Sonnenschein. Damit die Bilder nicht zu stark verwackeln und in Bewegungsunschärfe absaufen, hatte ich den ISO Bereich zwischen 200 und 1600 eingestellt. Trotzdem war der Ausschuss durch technisch misslungene Aufnahmen enorm und lag bei über 95%.

Straßenbilder mit dem 9mm sind flach. Sie zeigen kaum Tiefe. Dadurch wirken sie im Ausdruck arm und langweilig. Dies erhöht den Ausschuss noch einmal deutlich. So blieb am Ende dann keine handvoll Bilder übrig, die gezeigt werden können. Der Ausschuss war bei über 99%.

Das lag natürlich auch an meiner Unerfahrenheit mit der Linse im Speziellen und Fisheye Objektiven im Besonderen. Umdenken im Kopf ist Pflicht. Mit meinen drei Standardlinsen weiss ich immer wie ich zu stehen habe und was ich machen muss.

[Framing is very radical and you must get very close to get something on the image. The distance of the image is about 40cm to the face of the woman. In the background you see the building of the Old Museum and on the bottom you see the yellow laces of my shoes.]
Woman with Video Camera

Die Linse ist technisch nicht perfekt. Sie ist nicht einmal gut. Das ist bei einem Preis von knapp 80€ auch nicht zu erwarten. Der Fokus kann zwischen unendlich und 20cm in drei Schritten eingestellt werden. Dabei wird der mittlere Schritt nicht beschrieben. Er ist irgendwas. Die aufgenommen Bilder sind nicht sonderlich scharf. Chromatische Aberration ist deutlich zu sehen. Ich bin kein Pixelpeeper, aber selbst mir fällt es auf.

Trotzdem hat das Objektiv Spass gemacht, die zwei Stunden waren toll. Das Objektiv öffnet für wenig Geld den Horizont. Ob ich sie mir jemals anschaffen werde kann ich trotzdem nicht schreiben. Dazu ist der Einsatzbereich zu eingeschränkt.

[AUFFAHRT ZU EINER PARKGARAGE. SIEHT AUS WIE DIE STARTRAMPE IN EINEM SCIENCE-FICTION RAUMSCHIFF]
Parkgarageneinfahrt
 
[EIN MANN DRÜCKT AUF DEN KNOPF EINER BEHELFSAMPEL. AUF DEM BILD SIND NUR DIE STRAßE IM HINTERGRUND, DER ARM DES MANNES UND DER KNOPF ZU SEHEN.]
 
[PANORMAAUFNAHME DES BERLINER HAUPTBAHNHOFS, EHEMALS LEHRTER BAHNHOF, MIT GRÜNER WIESE UND AUF DEN BAHNHOF ZULAUFENDEN LINIEN. SEITLICH DES BAHNHOFGEBÄUDES WEITERE GEBÄUDE.]