Gabi und Sascha
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Eines der grössten Rätsel das mir der moderne Mensch gerade bereitet sind Fotoautomaten. Vom S-Bahnhof Warschauer Straße kommend säumen sie den Weg nach Friedrichshain. Sie sehen verrottet und verwahrlost aus. In ihrem Inneren stinkt es und es ist dreckig. Und sie sind wahre Goldgruben. Jedes mal wenn ich daran vorbei komme oder sie vom Arbeitsplatz aus anschaue sitzen Menschen darin. Oder stehen davor und warten auf ihre Bilder. Dabei telefonieren die wartenden mit ihrem iPhone, dass keine schlechte Kamera hat. Oder sie fotografieren sich mit ihrer Kamera vor dem Automaten. Sie haben also alles dabei, trotzdem zwängen sie sich mitunter zu viert in die enge Kabine, um eine Serie von schlechten Porträtfotos zu machen. Es muss wohl die soziale Spasskomponente in uns Menschen sein.

[FRAU VOR EINEM FOTOAUTOMATEN]
Frau, Fotoautomaten, Winter

 

Seit knapp fünf Wochen bin ich nun glücklicher Besitzer eines Voigtländer Nokton 25mm f0,95. In diesen fünf Wochen hatte ich nur dieses Objektiv auf der Kamera. Es macht einfach Spass mit der Linse zu fotografieren. Am Anfang musste ich mich kurz an den fehlenden Zoom gewöhnen. Das ist aber schnell drin und du weisst schnell ziemlich genau, was du auf den Sensor bekommst. Dafür entschädigt das Nokton mit einem brillanten Bild. Ich gehe inzwischen sogar soweit, dass ich Zoomobjektive nur in Ausnahmefällen brauche.

[ZERBROCHENE SCHEIBE MIT GRAFFITIBLUMEN]

Fehlender Autofokus

Etwas schwieriger ist es natürlich sich an den fehlende Autofokus zu gewöhnen. Ich habe hier aber genügend Erfahrung mit dem alten Canon FD 50mm f1.4. Scharf stellen geht inzwischen sehr schnell. Dabei verwende ich allerdings sehr oft die Lupenfunktion der Kamera. Trotzdem wird noch jedes zweite Bild unscharf. Bei der Lupenfunktion der Olympus E-P2 wünsche ich mir eine flexiblere Vergrösserung. Die E-P2 kann nur 7x oder 10x vergrössern. 7x ist oftmals schon viel zu stark vergrössert. Hier würde ein 3x oder 5x vergrössern besser passen. Diesen Wunsch hatten wohl einige Olympus Kunden, denn mit der E-P3 wurde zumindest die fünffach Vergrösserung eingeführt. Die 10x Vergrösserung ist bei wenig Licht ungeeignet.

[REGENTROPEN CLOSEUP]

Bokeh

Das Nokton ist bei f0,95 natürlich ein Lichtriese. In den seltensten Fällen muss aber weit offen belichtet werden. Fotografieren bei grosser Öffnung hat natürlich ihren Preis in etwas samtigen, nicht knackscharfen, Bildern. Es ist eben kein Noctilux. Dafür auch knapp 8.000€ billiger :) Durch die grosse Blende lassen sich schöne Unschärfeverläufe (Bokeh) erzeugen. Dafür muss es aber nicht voll aufgeblendet sein. Auch auf f1.4 abblendet reicht in den meisten Fällen vollkommen aus.

[WÄSCHEKLAMMER CLOSEUP]

Wenig Licht

Die grosse Blende eignet sich natürlich auch hervorragend für Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung und ohne Blitz. In der Silvesternacht 2011 habe ich auf der Brücke über die S-Bahn am Bahnhof Warschauer Straße in Berlin fotografiert. Die Bilder können hier angeschaut werden. Andere Bildserien sind bei Feiern in Kellergewölben entstanden. Bei Aufnahmen in Dunkelheit verhält sich das Nokton an der E-P2 wie ein Restlichtverstärker. Bei ISO 400 muss der Lichtwert (EV) herunter geregelt werden auf -0,7 bis -2,7 damit das Bild nicht überbelichtet wird. Das hat den Vorteil, dass sich die Verschlusszeit verkürzt. Hier muss ich allerdings noch experimentieren, um schnell den richtigen Wert zu finden.

[MENSCHEN ALS SILHOUETTE BEI EINEM FEUERWERK IN SCHWARZWEISS]

Street

Für Streetphotography eignet sich das Nokton nur bedingt. Zumindest dann wenn Menschen zentraler Bestandteil des Bildes sein sollen. Durch den fehlenden Autofocus und die kurze Brennweite komme ich nicht nahe genug an die Menschen heran, um sie unbeobachtet zu fotografieren. Das Nokton eignet sich mehr für grössere Szenenbilder. Bedingt durch die aktuelle Witterung und meine Stimmung zeigen die Bilder zur Zeit eher die grosse Einsamkeit in der Grossstadt. Natürlich ist auch dort der Mensch im Zentrum. Allerdings nicht so dominant, wie dies mit einer etwas längeren Brennweite möglich ist.

[REGENTROPEN CLOSEUP]

Makro und Mikro

Gegenüber anderen modernen Objektiven hat das Nokton noch einen Vorteil: es hat eine manuelle Blende. Das bedeutet: wenn der Blendenring auf einen Wert eingestellt wird, dann sind auch die Lamellen auf den eingestellten Wert. Keine Springblende, die erst bei auslösen in Position springt. Dies eignet sich hervorragend für Mikroaufnahmen, wenn das Objektiv in Retrostellung an die Kamera montiert wird. Ohne Zwischenringe erreicht das Nokton ein Vergrösserung auf 2:1 auf dem Micro Four Thirds Sensor der E-P2. Dies entspricht ungefähr 8,5mm horizontal . Die günstigste Blende ist bei dieser Vergrösserung ist f5,6. Mit einem Zwischenring habe ich zwar schon experimentiert, aber hier hapert es wieder einem an der Beleuchtung. Auch wenn diese inzwischen verbessert wurde.

[MIKROAUFNAHME EINER KIRSCHBLÜTE (7MM)]

Fazit

Das Nokton war keine günstige Anschaffung. Vielleicht etwas versnobt. Ein ähnliches Objektiv von Panasonic, nicht ganz so lichtstark aber mit Autofokus, hätte es auch sein können. Dann aber ohne manuelle Blende.

Ich möchte das Nokton nicht mehr missen. Es macht einfach Spass.

[MENSCHEN BETRACHEN EIN BILD IN EINER GALERIE UND SIND DABEI EINGERAHMT VON TRÄGERN DES GEBÄUDES]
Berlin, Karl-Marx-Allee
 
[UNSCHARFE LICHTER EINER WEIHNACHTSBELEUCHTUNG]
[UNSCHARFE LICHTER EINER WEIHNACHTSBELEUCHTUNG]
 
[BERG AUS ZUCKERSTREUSEL - AUFNAHME CA 1:1]
Zuckerstreusel

 

Der Oleanderschwärmer hat heute die Millionen Views Grenze überschritten :-). Ich hatte erst im Dezember damit gerechnet. Deswegen freut es mich um so mehr, dass diese Zahl schon im November erreicht wurde. Nächstes Ziel: 2.500.000+.

[OLEANDERSCHWÄRMER - SCHMETTERLING ALS CLOSE-UP, FORMATFÜLLEND]
 
[MANN MIT SKATEBOARD SPRINGT IN HÖHE. UNTER IHM AUF DEM BODEN SEIN SCHATTEN. SCHWARZWEISS]
[ZWEI SKATEBOARDER FAHREN IN ENTGEGENGESETZTE RICHTUNG. EINER NACH VORNE, EINER NACH HINTEN. DER NACH VORNE FSHRENDE SCHAUT DEN NACH HINTEN FAHRENDEN AUF DAS SKATEBOARD.]
[SKATEBOARDER IN DER LUFT. UNTER IHM DAS SICH DREHENDE BOARD]
Hintergrund
Ich habe von Max die Canon 5D ausgeliehen bekommen. Zusammen mit den Objektiven EF 50mm 1:1.4 und dem EF 70-200mm 1:4 L USM.

Die Skaterbilder sind der erste Versuch mit dem Teleobjektiv. Ich hatte Glück, dass an dem Tag das Licht hervorragend war. Die Kamera als Vollformatkamera macht wirklich Spass. Sie ist zwar nicht mehr die allerneueste, keine Mark Ⅱ, ist aber sehr schnell, so dass die Bilder fast schon ein Kinderspiel waren.

[GRAUBROT ALS MACRO - CA 5.5MM HORIZONTAL, ENTSPRICHT MASSSTAB 3.1:1 AUF MICRO FOUR THIRD SENSOR] Die bisherigen Makrobilder wurden mit dem unter Makro Setup beschriebenen System aufgenommen. Das grösste Problem war dabei bisher die Beleuchtung. Besonders dann, wenn Focus stacking verwendet wurde. Dann konnte ich nicht den Blitz verwenden, weil ich noch keine Möglichkeit den Blitz entfesselt zu betreiben. Das ist bei Focus stacking wichtig, da die Lichtquelle sich nicht bewegen darf. Diese Bewegung entsteht wenn die Kamera mit dem Einstellschlitten bewegt wird. Auf dem berechneten Bild ist dies dann unschön zu sehen.

Blitzschiene

Die Konstruktion, die ich umgesetzt habe besteht aus einer einfachen Winkelschiene aus Aluminium. Ich habe eine Winkelschiene verwendet, weil diese steifer ist als eine einfache 2mm Aluschiene. Eine 2mm Aluschiene schwingt sehr stark und dies erschien mir bei dem gedachten Einsatzzweck nicht sinnvoll. Schwingungen und Makrofotografie scheiden sich aus. 3mm wiederum sind zu dick. Stahl scheidet aus, weil zu schwer.

Diese Winkelschiene hat 11 Bohrungen im Abstand von 6cm. Die Blitzschiene ist dementsprechend ungefähr 60cm lang. Die 5 Löcher auf jeder Seite wurden gemacht, um den Blitz freier auf der Blitzschiene positionieren zu können. Die Bohrungen sind 6,5mm im Durchmesser. Damit lässt sich die Schiene mit ¼ (6,35mm) Schrauben an dem Einstellschlitten befestigen. Ebenso lassen sich ¼ Schrauben verwenden den entfesselten Blitz an der Schiene zu befestigen.

Entfesselter Blitz

Um einen Blitz entfesselt auszulösen gibt es zwei Methoden:

  1. Mit einem Fernauslösekabel, das den Blitzschuh der Kamera elektrisch mit dem entfesselten Blitz verbindet.
    Vorteil
    • TTL Messung ist möglich.
    Nachteil
    • Bei zwei Blitzen wird es kompliziert.
      Zwar gibt es eine Lösung von Walimex für Canon. Aber TTL ist dann bei meinem Setup nicht mehr möglich.
    • Kabel hinderlich und entweder zu kurz oder zu lang.
  2. Mit einem Funkauslöser. Infrarot kam von vornherein nicht in Betracht, da Infrarot immer eine Sichtverbindung benötigt. Ein Sichtverbindung schränkt mich aber zu sehr ein.
    Vorteile
    • Unabhängig vom Kabel und der Kabellänge.
    • Mehr als ein Blitz kann ausgelöst werden.
    Nachteile
    • Bei den günstigeren Geräten keine TTL möglich.
    • Verzögerung durch Funksignal. Synchronisation über 160ms nicht sicher.

Das kein TTL möglich ist stört nicht wirklich. In dem Setup mit dem Exakta 28mm 1:2,8 MC muss sowieso alles auf manuell gestellt werden.

Ich habe mich für den Funkauslöser Yongnuo RF-602 (Canon) entschieden. Dieser versprach mir das beste Preis-Leistungs Verhältnis. Zwar finde ich das Yongnuo RF-603 Konzept besser. Hier las ich im Netz aber von zu vielen Problemen mit Olympus Kameras und Blitzen.

Blitz auf Blitzschiene befestigen

Der Olympus FL-36R kam auf den RF-602 Empfänger. Der Empfänger wiederum auf einen Novoflex Kugelkopf Neiger 19P mit Blitzschuh & Drehteller. Von Novoflex gibt es auch einen Kugelkopfneiger ohne Drehteller. Davon rate ich ab. Grund: ihr müsst immer mal wieder den Kugelkopfneiger leicht drehen, weil die 90° Öffnung nicht exakt in die korrekte Richtung zeigt. Dazu jedes mal die ¼ Schraube an der Blitzschiene zu lösen ist lästig. Investiert die 2€ mehr und erspart euch den Stress.

Alles zusammen sieht dann so aus:


Olympus FL-36R auf Yongnuo RF-602 (Canon) Empfänger auf Novoflex Neiger 19P Kugelkopf mit Blitzschuh & Drehteller

Olympus E-P2 mit Yongnuo RF-602 (Canon) Sender auf Novoflex Castel-Q Makro-Einstellschlitten
Olympus FL-36R auf Yongnuo RF-602 (Canon) Empfänger auf Novoflex Neiger 19P Kugelkopf mit Blitzschuh & Drehteller

Kosten

Die Aluminiumschiene war die billigste Komponente mit 3,39€ für 1m. Dazu kamen noch einige Werkzeuge, die wir nicht im Haus haben: Körner (2,99€), Feile zum entgraten (4,99€), 6,5mm Metallbohrer (3,49€) und Sägeblätter für Metall (2,49€). Der Kugelkopfneiger lag mit 28,56€ bei enjoyyourcamera im Budget. Der Funkfernauslöser RF-602 von Yongnuo (Sender und ein Empfänger) kosteten 39,95€ bei Amazon. 3 ¼ Schrauben waren sehr teuer mit zusammen 9,36€.

Was noch kommt

Zur Zeit kommt nur ein Blitz zum Einsatz. Mittelfristig soll ein zweiter Blitz zum Einsatz kommen, um Szenen optimaler ausleuchten zu könen.

Fazit

Mit dem Setup bin ich sehr zufrieden. Die Graubrot Aufnahmen sind damit entstanden. Dort könnt ihr auch lesen, was für ein Objektiv verwendet wurde und welche Leitzahl am Blitz eingestellt wurde. Allerdings sind bis zu einer vernünftigen Blitz/Blenden Kombination einige Fehlaufnahmen entstanden. Es ist halt sehr viel zu experimentieren.

Gemachte Fehler

Ich habe die ¼ Schrauben zuerst mit Federscheiben verwendet. Mit den Federscheiben ist sind Blitzschiene und Kugelkopfneiger zwar sehr fest verbunden, aber auch wieder sehr schwer zu lösen. Jetzt kommen einfache Unterlegscheiben zum Einsatz. Das ist nicht ganz so fest, lässt sich aber wieder lösen.

Das Velbon Stativ mit seiner Schnellwechselplatte kommt an seine technischen Grenzen. Nicht wegen des Gewichtes, sondern wegen der Velbon QB-157 Schnellwechselplatte. Diese lässt sich nicht präzise genug am Einstellschlitten befestigen. Das Problem ist konstruktionsbedingt.


Das Bild oben zeigt übrigens ein Canon FD 50mm 1:1,4 in Retrostellung an der Olympus E-P2. Kurzes Fazit dazu: das Canon eignet sich nicht für Aufnahmen in Retrostellung. Der Schärfeabfall am Rand ist dramatisch. Zumindest mit dem FD an MFT Adapter, der die Springblende überbrückt. Vielleicht ist es besser mit nicht so tiefen Adapter. Da für Retrostellung kürzer Brennweiten besser geeignet sind, werde ich diesen Experimentierpfad nicht weiter verfolgen.


Bilder aufgenommen mit Maxs Canon 5D. Danke für die Leihgabe.

Hintergrund
Der Ausschnitt zeigt ein Stück Graubrot von ca. 5,5mm Breite. Dies entspricht einem Massstab von ungefähr 3,1:1 auf einem Micro Four Thirds Sensor.

Das Setup bestand aus einer Olympus E-P2 mit einem Exakta 28mm 1:2,8 MC für M42 in Umkehrstellung. Ein 35mm Zwischenring verlängerte den Abstand vom Objektiv zum Sensor. Das Bild ist eine Komposition aus 7 Aufnahmen bei Blende 11. Für das Focusstacking wurde Helicon Focus verwendet. Blitz wurde ausgelöst mit Leitzahl 4.

Warten auf Kunden
[RIKSCHAFAHRER WARTET AUF KUNDEN WÄHREND EIN DEMONSTRATIONSZUG AN IHM VORBEI ZIEHT]
#OccupyBerlin
 
[CLOSE-UP EINER DAHLIENBLÜTE IN MIT STARKEM SCHWARZ/WEISS KONTRAST]
Dahlienblüte
 
[WAND ÜBER UND ÜBER MIT STREETART. IN DER MITTE EIN KASTEN MIT EINEM KINOPLAKAT FÜR DEN FILM "LE HAVRE" VON AKI KAURISMÄKI. DARUNTER IN GROSSEN BUCHSTABEN SCHWARZ AUF WEISS DAS WORT "LIKE" IN 5 PIXEL SCHRIFT.]
Berlin, Friedrichshain
 

Vor ein paar Tagen hat Peter Schmidt die Flickr Bilder von Hameed aus Pakistan vorgestellt. Auf Google+. Ist in meiner Timeline an mir vorbei gelaufen. Daraufhin hat er vor ein paar Tagen eine Einladung von Hameed bekommen, seine Ausstellung zu besuchen. Darüber hat Peter heute wiederum geschrieben. Ich habe es wahrgenommen. Und den Link angeklickt. Und siehe da, die Ausstellung ist gleich hier um die Ecke. Vernissage am 11. Oktober um 19 Uhr, Kunstklinikum, Landsberger Allee 54. Gebucht.

Ich liebe das Internet.

Ich habe vor ein paar Tagen mit dem Canon FD 35mm 1:2,8 an der Olympus E-P2 gespielt. Zum Einsatz kam wieder der Leinox FD auf Micro Four Thirds Adapter. Im Gegensatz zum Canon FD 50mm 1:1,4 ging diesmal gar nichts. Kein einziger Versuch lieferte scharfe Bilder, egal wie weit die Blende geöffnet oder geschlossen war. Auch mit Hilfe der Lupenfunktion ging nichts.

Demnächst werde ich mal einen 52mm Retroadapter für MFT ausprobieren, um zu sehen, ob es sich wenigstens dafür eignet. Aber ich bezweifel das. Mehr dann, wenn es soweit ist.

Hintergrund
Ein Zufallsfoto. Wir waren am Wochenende im Tierpark. Ich sah das Schilf in der Nähe der Cafeteria und wollte es bei strahlendem Sonnenschein im Gegenlicht fotografieren. Nach ein paar Bildern musste ich abbrechen, da meine Begleitung quengelte und ein Eis wollte. Ich habe die Libelle erst beim Entwickeln zu Hause entdeckt.
[MANN UND FRAU IN EINEM FAHRRAD MIT LADEFLÄCHE VORNE. DIE FRAU SITZT IN DER LADEFLÄCHE. DORT LIEGT AUCH EINE AKKUSTIKGITARRE.]
Berlin, Alexanderplatz
 
 

Ich habe heute die E-P2 auf den neuesten Softwarestand gebracht. Dafür das Olympus Master 2 Programm installiert. Also, liebe Firma Olympus, eine Restart des Macs nach der Installation ist ja so was von Windows, das geht gar nicht. Aber immerhin seit ihr sehr überzeugt von eurer Software. Glaubt sicherlich, dass der Kunde sie immer offen hat und damit arbeitet. Oder warum sonst gibt es keine Programm beenden Option?

Immerhin habe ich jetzt mit dem 24 Mb Update eine VF-3 Support. Mehr war leider nicht drin. Ausser bestimmt einigen stillschweigenden Fehlerkorrekturen. Schade, ich hatte mir eine 4x Lupe gewünscht. Zusätzlich zur 7x und 10x Lupe. Und eine 5 Bilder EV Belichtungsreihe sollte auch nur ein Software Update sein und keine neue Kamera (E-P3) benötigen.

Nachtrag: Nach einem Update auf Version 2.3 gibt es jetzt auch die Möglichkeit Programm beenden.

[ZUCKERKRISTALLE AUF ZIMT.]
Focus Stack aus 52 Aufnahmen
Hintergrund und Setup
Das Bild zeigt einen kleinen Haufen Zimt mit darauf gestreuten Zuckerkristallen. Beides aus unserer Küche.

Die Aufnahme ist ein weiteres Focus Stacking Experiment. Diesmal habe ich unbewegte Objekte genomme, um eine Reihe aus 52 Aufnahmen zu erzeugen. Die Tiefe, also von den vorderen unteren Zuckerkristallen bis zu den hinteren Zuckerkristallen ist ca. 15 mm. Berechnet wurde der Stack mit Helicon Focus (Version 4.2.7) der Methode B und dem Lanczos8 (16x16) Algorithmus. Die Berechnung hat ca. 2,5 Stunden gedauert. Es wurde im 32 Bit Modus von Helicon Focus auf einem MacBook mit 2 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor und 4 GB DDR3 (1067 MHz) RAM berechnet. Die gesamte Produktion des Bildes mit unter­schied­lichen Blickwinkeln, Serien und Setups hat ca. 5 Stunden gedauert.

Setup aus Olympus E-P2 mit Exakta 28mm 1:2.8 in Retrostellung und Extension Tube mit 14mm Zwischenring. Ca. 2.3:1 auf Micro FourThirds Sensor (1.15:1 auf Vollformat).

Alles weitere zum verwendeten Setup kann hier nachgelesen werden.

Bewertung

Bei der Aufnahme kann deutlich die Limitierung des Setup beobachtet werden. Das Bild ist nicht wirklich klar und scharf. Das Objektiv (Exakta 28mm 1:2.8) in Zusammenspiel mit dem M42 Adapter und dem Verlängerungstubus erreicht hier sein Limit. Dies ist speziell auf den Einzelbildern zu erkennen. Bessere Aufnahmen sind sicherlich nur mit besseren Linsen möglich. Dafür ist der Preis mit 106,25€ für die erreichte Qualität kaum schlagbar. Für eine bessere Qualität der Bilder… mal sehen was der Weih­nachts­mann bringt :-)